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Zahl der Bienenvölker in Thüringen nimmt zu

«Seit der Wiedervereinigung bis 1997 sind die Bestände an Bienenvölkern in Thüringen immer weiter zurückgegangen. 1997 waren noch 1722 Imker mit 16570 Bienenvölkern Mitglied im Landesverband. Seit 1998 ist jedoch wieder ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. 2001 waren es nach den Anträgen für die Haltungsprämie 1860 Imker mit 19938 Bienenvölkern. Nach den Erfahrungen der Tierseuchenkasse kann man davon ausgehen, dass 90 % der Thüringer Imker im Landesverband organisiert sind. Insgesamt hatten wir also in Thüringen im Jahr 2001 rund 2000 Imker mit ca. 22000 Bienenvölkern. Das sind 1,36 Bienenvölker pro km², so der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, zum Thüringer Imkertag heute in Uhlstädt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt).

Gleichzeitig deutet sich eine weitere positive Entwicklung an. Nach den bisher vorliegenden Anträgen für die Haltungsprämie wird die Anzahl der Imker leicht zunehmen und die Anzahl der Bienenvölker wieder deutlich steigen. Es werden also pro Imker wieder mehr Bienenvölker gehalten. «Thüringen ist mit dieser Entwicklung eines der wenigen Bundesländer, in dem die Anzahl der Imker und der Bestand an Bienenvölkern steigt», erklärt der Minister.

Ein Faktor, der zu dieser positiven Entwicklung beigetragen hat, ist die weitere Verbesserung des Honigabsatzes. Die Verbraucher kaufen inzwischen kritischer und begreifen zunehmend, dass der Honig direkt vom Imker ein Qualitätsprodukt ist. Der Landesverband Thüringer Imker war der erste Imkerverband in den neuen Ländern, der Lizenznehmer eines regionalen Herkunftszeichens, der «Original Thüringer Qualität», geworden ist.

Für die Förderung der Bienenwirtschaft stehen in diesem Jahr 75662 Euro zur Verfügung. Diese Summe beinhaltet u. a. die Unterstützung der Bienenzucht einschließlich der Leistungsprüfung, der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, der Imkervereine, des Landesverbandes und die Zahlung der Haltungsprämie. Das Fördervolumen im Rahmen der EU-Verordnung zur Verbesserung der Erzeugung und Vermarktung von Honig beträgt 20420 Euro.

Minister Dr. Sklenar weist darauf hin, dass für Imker im Haupt- und Nebenerwerb seit diesem Jahr die investive Förderung über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm möglich ist. Die Imker können sich bei dem für ihren Bereich zuständigen Landwirtschaftsamt über diese Fördermöglichkeiten erkundigen.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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