Zahl der Eheschließungen in Thüringen 2022 um 806 Paare gegenüber 2021 gestiegen

Im Jahr 2022 gaben sich 8.534 Paare vor Thüringer Standesämtern das Ja-Wort.

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, waren das 806 Paare mehr als im Jahr zuvor, was einem Anstieg um 10,4 Prozent entspricht. Dennoch stieg die Anzahl der Eheschließungen noch nicht wieder auf das Vor-Corona-Niveau. In den Jahren 2017 bis 2019 haben sich durchschnittlich 9 787 Paare in Thüringen „getraut“. Damit gab es 2022 über 1 200 Hochzeiten weniger zu feiern als im Durchschnitt der 3 Jahre vor der Pandemie.

Im Jahresverlauf 2022 lag nur im Monat Februar die Zahl der Trauungen (611 Eheschließungen) über dem Durchschnittswert der Jahre 2017 bis 2019. Die Hauptursache waren die besonderen Datums- konstellationen im Februar (2.2.22 und 22.2.22). Allein an diesen beiden Tagen fanden 62,7 Prozent der Eheschließungen des Monats Februar 2022 statt (383 Trauungen).

2022 stieg zwar die Zahl der Hochzeiten in Relation zur Einwohnerzahl mit 4,0 Eheschließungen je 1.000 Einwohner gegenüber dem Vorjahr (3,7 Eheschließungen je 1 000 Einwohner) leicht an, erreichte aber auch hier nicht die Werte der Jahre 2017 bis 2019 (durchschnittlich 4,6 Eheschließungen je 1.000 Einwohner).

Von den im Jahr 2022 geschlossenen Ehen wurden 168 von gleichgeschlechtlichen Partnerinnen und Partnern eingegangen (2,0 Prozent). In 6 Fällen wurde eine bereits bestehende Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt. Den 102 Frauenpaaren standen in Thüringen 66 Männerpaare gegenüber.

Das durchschnittliche Heiratsalter der Eheschließenden stieg im Vergleich zum Vorjahr wieder an. Die Bräute waren 2022 im Schnitt 38,6 Jahre alt (2021: 38,1 Jahre) und die Bräutigame 41,5 Jahre (2021: 41,0 Jahre). Damit waren Eheschließende 2022 rund 12 Jahre älter als im Jahr 1990.

Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen gab es im Jahr 2022 absolut betrachtet die meisten Eheschließungen in der Landeshauptstadt Erfurt mit 792 Trauungen, gefolgt von den Landkreisen Wartburgkreis mit 636 Ehen und Gotha mit 539 verheirateten Paaren. Am seltensten wurde in der kreisfreien Stadt Suhl (131 Eheschließungen) der Bund der Ehe geschlossen, gefolgt von den Landkreisen Sonneberg (206 Eheschließungen) und Hildburghausen (235 Eheschließungen).

In Relation zur jeweiligen Gesamtbevölkerung ergibt sich ein etwas anderes Bild. Dieser Betrachtung folgend fanden die meisten Eheschließungen mit 5,1 Ehen je 1 000 Einwohner im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt statt, gefolgt von der kreisfreien Stadt Weimar mit 5,0 Trauungen je 1.000 Einwohner und dem Landkreis Weimarer Land mit 4,9 Ehen je 1.000 Einwohner. Die wenigsten Eheschließungen in Relation zur Bevölkerung fanden in der kreisfreien Stadt Gera statt (3,3 Eheschließungen je 1.000 Einwohner), gefolgt von der kreisfreien Stadt Jena mit 3,4 Eheschließungen je 1.000 Einwohnern sowie der kreisfreien Stadt Suhl und den Landkreisen Sonneberg und Greiz mit je 3,6 Eheschließungen je 1.000 Einwohner.

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