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Zum Weltfahrradtag am 3. Juni 2022

Bildquelle: © Kara – Fotolia.com

6 Prozent der Thüringer fahren mit dem Rad zur Arbeit

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Weltfahrradtages am 3. Juni 2022 mitteilt, nutzten nur 5,9 Prozent der Erwerbstätigen(1) 2020 das Fahrrad für den Weg zur Arbeit(2). Angesichts der Tatsache, dass fast 70 Prozent aller Thüringer Haushalte mit mindestens einem Fahrrad ausgestattet sind(3) – Haushalte mit einer Haupteinkommensperson zwischen 25 und 54 Jahren sogar zu mehr als 77 Prozent –, ist dies ein vergleichsweise geringer Wert.

Bildquelle: © Thüringer Landesamt für Statistik

Die große Mehrzahl der Thüringer Erwerbstätigen (73,7 Prozent) nutzte 2020 für den Arbeitsweg das Auto oder Motorrad (darunter 3,0 Prozent der Erwerbstätigen als Mitfahrende im Pkw), 9,1 Prozent öffentliche Verkehrsmittel und 10,6 Prozent der Erwerbstätigen gingen zu Fuß zur Arbeitsstätte.

Ein Grund für die seltene Nutzung des Fahrrads für den Weg zur Arbeit war sicher die Lage des Arbeitsplatzes. So hatten weniger als die Hälfte (49,0 Prozent) der Thüringer Erwerbstätigen ihre Arbeitsstätte innerhalb ihrer Wohngemeinde des Hauptwohnsitzes. Die anderen pendelten entweder in eine andere Gemeinde des Freistaates (42,1 Prozent) oder über die Grenzen Thüringens hinaus.

Bildquelle: © Thüringer Landesamt für Statistik

Auch die Entfernung spielte hierbei eine Rolle. Nur ein Drittel der Erwerbstätigen (32,1 Prozent) wohnte weniger als 5 Kilometer von ihrer Arbeitsstätte entfernt (einfache Strecke) oder auf dem gleichen Grundstück. 47,8 Prozent hingegen hatten einen Arbeitsweg von 10 Kilometer und mehr zu be- wältigen oder arbeiteten an ständig wechselnden Arbeitsstätten.

Bildquelle: © Thüringer Landesamt für Statistik

Leichte Unterschiede hinsichtlich des Pendlerverhaltens bestanden zwischen Männern und Frauen. So nutzten 6,5 Prozent der Männer das Fahrrad für den Arbeitsweg, während dies nur 5,2 Prozent der Frauen taten. Bei Letzteren befand sich die Arbeitsstätte häufiger am Wohnort, wodurch sie auch kürzere Wege hatten. Zudem gingen sie öfter zu Fuß, nutzten oftmals den ÖPNV und seltener das Auto als männliche Erwerbstätige.

Das Pendlerverhalten blieb in den letzten Jahren relativ stabil. Seit der letzten Befragung 2016 ergaben sich nur geringfügige Änderungen.

Bildquelle: © Thüringer Landesamt für Statistik

1)  Endergebnis des Mikrozensus 2020. Erwerbstätige sind nach dem Mikrozensus alle Personen, die irgendeinem Erwerb nachgehen, sei es nur kleinsten Umfangs und gleichgültig, ob sie hieraus ihren überwiegenden Lebensunterhalt bestreiten oder nicht. Die Anteile beziehen sich immer auf alle Erwerbstätigen, die Angaben zur jeweiligen Frage gemacht haben. Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen.

2)  für die längste Strecke des Arbeitsweges genutztes Verkehrsmittel

3)  Ergebnis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018

Bitte beachten: Die Daten liefert der Mikrozensus, die jährliche repräsentative Haushaltsbefragung, bei der rund 1 Prozent der Haushalte befragt wird. Die Angaben zum Pendlerverhalten werden als Zusatzprogramm alle 4 Jahre erhoben und sind freiwillig. Die Werte des Mikrozensus gelten jeweils für den Jahresdurchschnitt.

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