Foto: © Thüringer Forstamt Marksuhl

Zwei PS im Wald

Am Sengelsbach an der Mosbacher Linde bei Eisenach ist derzeit ein seltenes Bild zu sehen. Forstunternehmer Thomas Garth aus Lauterbach setzt gemeinsam mit der Firma Sigmar Hübschmann aus Berka zwei Pferde zur Holzrückung ein. „Lanzelot“ und „Moritz“ sind zwei Kaltblutpferde, die speziell für den Einsatz im Wald ausgebildet sind.

Leider halten immer weniger Forstunternehmen entsprechende Pferde. Für Sigmar Hübschmann rechnet sich die Haltung auch nur, da er mit seinen Gespannen in den Sommermonaten Kremserfahrten anbietet. Revierförster Volker Heinz hat sich gezielt für die Holzrückung mit Pferd entschieden, da es für das sogenannte Vorliefern des Holzes an die Rückegasse ein bodenschonendes Verfahren darstellt. Die höheren Kosten werden hier bewusst in Kauf genommen. Er weist jedoch darauf hin, dass auf Forstmaschinen nicht komplett verzichtet werden kann und diese ebenfalls zum Einsatz kommen.

Wir haben für den Maschineneinsatz in Stadtnähe aber extra auf den Frost gewartet, um die Wanderwege zu schonen, so Volker Heinz.

Er ist froh, dass sein Revier vom Sturm „Friederike“ nicht ganz so hart getroffen wurde. Der Revierförster nutzt daher jetzt das kurze Zeitfenster mit Frost, um das seit Wochen liegende Buchenholz aus dem Wald zu bringen. Wanderer werden um erhöhte Aufmerksamkeit und um Verständnis gebeten, da auch am Wochenende gearbeitet wird.

Foto: © Thüringer Forstamt Marksuhl • Links Christian Grimm mit „Moritz“ und rechts Sigmar Hübschmann mit „Lanzelot“.