Rückkehr der Weißstörche nach Thüringen

Bildquelle: Harald Bott / NABU-Naturgucker.de

Laut NABU Thüringen sind ein Drittel der Weißstörche im Freistaat auf ihren Nestern angekommen

Trotz Frost und Schnee sind laut NABU Thüringen erste Weißstörche an ihren  Brutplätzen angekommen. Die Rückkehr der majestätischen Vögel zu ihren Nestern ist  allerdings von der herrschenden Großwetterlage abhängig. Viele Weißstörche haben sich  in der 6. und 7. Kalenderwoche an ihren Brutplätzen in Thüringen eingefunden. Bis zum  15. Februar sind nach Aussage von Klaus Schmidt, dem Storchenspezialisten des NABU  Thüringen, ein Drittel der Weißstörche auf ihren Nestern eingetroffen. Die  Frühankömmlinge haben vor allem in Südhessen oder in Südwesteuropa wie in Spanien  die Winterzeit verbracht. Je nach Wetterlage wird sich die Rückkehr der Adebare mehr  oder weniger noch über Wochen erstrecken. Die erneuten Schneefälle und Frost werden  die weitere Rückkehr vorerst stoppen. Als letzte kommen im März und April die ein- bis  dreijährigen Jungstörche und die Überwinterer aus Afrika zurück.  

In diesem Winter haben auch nur wenige Einzelstörche in Thüringen ausgeharrt. „Kleine  Trupps überwinternder Rotschnäbel hielten sich im Umfeld mehrerer  Pflanzenkompostieranlagen auf, um dort nach Nahrung zu suchen, sagt Juliane Balmer  von der Staatlichen Vogelschutzwarte des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau  und Naturschutz in Seebach. „Auf den Kompostplätzen stellen Kunststoffteile und  Gummiringe, die die Weißstörche als vermeintliche Nahrung aufnehmen, weiterhin eine  Gefahr dar. Die Tiere können dadurch qualvoll verenden. Hier gilt es, Maßnahmen zu  finden, dass diese Teile nicht mehr in den Kompostierungsanlagen landen. Verbraucher,  Einzelhandel und Kompostieranlagen müssen dafür Maßnahmen finden und ergreifen.  Aus dem Jahr 2025 liegen der Vogelschutzwarte 11 Fälle verendeter Jungstörche vor,  deren Mägen voller Gummiringe waren. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Wir  müssen es endlich schaffen, Gummiringe und diverse andere anorganische Materialien  aus unseren Komposttonnen zu verbannen!“  

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