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Jugendherberge wird gebaut

Mit einem Spatenstich wurde der Baustart zur Errichtung der 27. Thüringer Jugendherberge vollzogen. Auf dem Gelände des Harsberges über Lauterbach soll diese Einrichtung des Deutschen Jugendherbergswerkes entstehen.
Seit 1998 gebe es bereits die Idee dazu, berichtete Karola Hunstock, Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft. Doch viele Gespräche waren notwendig, bis das Konzept und die Finanzierung standen.
Staatssekretär Stephan Illert vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, konnte am Dienstag dem Jugendherbergswerk Thüringen einen Fördermittelbescheid übergeben. 2,5 Millionen Euro kommen vom Bund und Land für die Jugendherberge Harsberg im Naturpark Hainich.
Insgesamt belaufen sich die Kosten für die beiden Bauabschnitte auf vier Millionen Euro.
Illert begleitete die Initiativen rund um den Harsberg ebenfalls seit Jahren, jedoch in verschiedenen Ministerien: «Die Landesregierung kennt die Bedeutung des Deutschen Jugendherbergswerkes. Sie schätzt den wertvollen Beitrag der Jugendherbergen zur Erziehung und Freizeitgestaltung der Jugendlichen. Der Bau der Jugendherberge Harsberg ist derzeit das wichtigste Projekt in Thüringen in diesem Bereich. Sie wird eine Bereicherung für den Nationalpark Hainich sein. Sowohl die Gäste der Jugendherberge als auch die Gäste des Nationalparks sollen für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes sensibilisiert werden. Ich gehe davon aus, dass der erste Bauabschnitt im Jahr 2006 vollendet sein wird.»

Auch der Name des Projektes «Urwald Life Camp» sei sehr originell. Das Projekt habe auch eine europäische Bedeutung. Ist alle ausgebaut, können 320 Gäste dort übernachten. 160 Betten habe das Gästehaus, der Rest sei Camping und Carvan. Da die Herberge naturnah ausgelegt ist, könne man auch in Erdhöhlen und Baumhäusern übernachten.

Zunächst soll das Hauptgebäude und Teile des ehemaligen Offiziershauses sowie Außenanlagen hergerichtet werden. Einst war auf dem Harsberg eine Fliegerschule, die vor 70 Jahren gegründet wurde, gewesen. Am Harsberg wurden Segelflieger ausgebildet. Zu DDR-Zeiten waren dort Grenztruppen stationiert. Anfang der 50er Jahre gründete sich auf dem Harsberg das «Erich-Weinert-Ensemble». Das Gelände umfasst rund 4,1 Hektar und habe 950 m³ bebaute Fläche, die Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Für das Jugendherbergswerk nahm Thüringens Vorsitzender Siegfried Wetzel den Bescheid entgegen.

Am Dienstag trafen sich im Hangar Mitglieder von verschiedenen Projekten der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+. Der Hangar wurde durch dieses Projekt restauriert und wird von den Gemeinden der Region genutzt. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen statt.
1952 wurde die Fliegerei auf dem Harsberg eingestellt. Erst nach der Wende wird wieder geflogen, jedoch nur mit Drachen und Gleitschirmen. Der 1. Harsberger Drachen- und Gleitschirm-Club hat auf der Flugwiese sein Domizil aufgeschlagen.

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