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Keltendorf Sünna in der Rhön eröffnet

Mit dem Keltendorf Sünna ist die Rhön um eine Attraktion reicher. Dr. Volker Sklenar, Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, übergab das Projekt seiner touristischen Nutzung.

Das Dorf zeigt das Alltagsleben der Kelten, so wie es sich etwa 600 vor Christus abgespielt hat. Den Spuren der Besiedlung in der Eisenzeit und dem Thema keltischer Kultur nachzugehen, ist auch das Ziel eines Fördervereins «Eisenzeitlich- keltische Geschichte in der Rhön e.V.»

Der Besucher erlebt die keltische Lebensweise und wird aktiv in die vielfältigen Angebote und Aktionen eingebunden. «Mich freut es besonders, dass es auch für die kleinen Besucher verschiedene Spiele und Wettbewerbe gibt. So werden Bildung und geschichtliches Erlebnis miteinander verbunden», sagte Dr. Sklenar.

Die Rhön ist eine einmalige Natur- und Kulturlandschaft in Deutschland, die vielfältig und artenreich an Flora und Fauna ist. Hier gibt es seltene Tier- und Pflanzenarten, die bedroht sind oder auf der Roten Liste stehen. Vogelarten, wie Schwarzstorch, Uhu oder Roter Milan sind hier beheimatet. Auf Bergwiesen wachsen noch bis zu 110 verschiedene Blütenpflanzen, darunter Arnika, Orchideen, Wollgras, die seltene Trollblume sowie die Silberdistel als Wahrzeichen der Rhön.

Aufgrund ihrer biologischen Vielfalt und ihres ökologischen Wertes wurde die Rhön bereits 1991 von der UNESCO als herausragende Kulturlandschaft und Biosphärenreservat anerkannt.

In der Rhön vereint sich Traditionelles und Modernes, Lebensart und vielfältige Freizeit- und Kulturangebote. Noch heute offenbaren sich die verschiedenen Epochen in sichtbaren Zeugnissen, wie die steinernen Wegkreuze, Burgen und Grenzsteine. Die Bewohner sind mit ihrer Region eng verbunden und kennen ihre Wurzeln. In den Dörfern der Rhön gibt es eine vielfältige Traditionspflege. Von der Rhöner Lichtmess und dem Rhöner Karneval am Jahresanfang reicht das lebendige Brauchtum über Brunnen- und Marktfeste bis zur traditionellen Kirmes.

Bereits im Regionalen Entwicklungskonzept Thüringer Rhön wurde das Thema «Keltenwelt» als ein Schwerpunkt definiert. Das Projekt «Keltendorf» wurde daher durch das Land über das Förderprogramm LEADER+ mit rund 168000 Euro gefördert.

«Das nun realisierte Vorhaben soll zur Attraktivitätssteigerung der Region beitragen. Dieses Erbe ist Chance und zugleich Möglichkeit, um bei der Vermarktung und im Tourismus neue Wege zu gehen. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist jedoch entscheidend, dass sich die Region weiterhin mit dem Projekt identifiziert und die Attraktion darüber hinaus touristisch vermarktet wird», so der Minister.

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