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Massiver Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen im März

Im März 2020 wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den Thüringer Beherbergungsstätten (mit 10 und mehr Betten) und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) insgesamt 101 Tausend Gästeankünfte gezählt. Das waren 62,7 Prozent weniger (-170 Tausend Ankünfte) als im März 2019. Die Zahl der Übernachtungen sank um 50,2 Prozent auf 336 Tausend (-339 Tausend). Die Verweildauer pro Gast lag mit durchschnittlich 3,3 Tagen deutlich über dem im März 2019 gemessenen Niveau (2,5 Tage).

Die Zahl der ausländischen Gäste sank im März 2020 mit einem Minus von 72,0 Prozent ebenfalls massiv. Die Gäste aus dem Ausland buchten insgesamt 1,38 Tausend Übernachtungen (-63,8 Prozent).

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls deutlich um 53 Prozent auf 15,6 Millionen. Davon entfielen 2,0 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Ausland (-67 Prozent) und 13,6 Millionen auf inländische Gäste (-50 Prozent).

Alle neun Thüringer Reisegebiete verzeichneten im März 2020 sowohl bei Gästeankünften als auch bei Übernachtungen drastische Verluste. Bezüglich der Übernachtungen reichte die Spanne von -30,2 Prozent im Reisegebiet Thüringer Rhön bis -66,5 Prozent im Reisegebiet der Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar.

Differenziert nach Betriebsarten gingen im Bereich der Hotellerie, dazu gehören Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen, die Übernachtungen im Vergleich zum März 2019 um 59,5 Prozent zurück. Die höchsten Rückgänge hatten die Schulungsheime zu verbuchen (Übernachtungen: -64,5 Prozent). Die im Vergleich geringsten, aber dennoch nicht weniger dramatischen Rückgänge waren mit 17,0 Prozent weniger Übernachtungen im Bereich der Vorsorge- und Rehabilitationskliniken zu verzeichnen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Erstellung der Statistik: Krisenbedingt sind die Beherbergungsbetriebe derzeit wirtschaftlich außerordentlich beeinträchtigt. Da das Thüringer Landesamt für Statistik in der gegenwärtig angespannten Lage auf eine Durchsetzung der Meldepflicht verzichtet, sind für den Berichtsmonat März bis zum jetzigen Zeitpunkt weniger Meldungen eingegangen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Fehlende Statistikmeldungen werden üblicherweise geschätzt, um einen Vergleich der Ergebnisse im Zeitverlauf zu ermöglichen.

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