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Vertragsabschluss im Rahmen des Jugendkonzepts «Lebendige Werra»

Unser Vereinsmitglied Uwe Stoll, Inhaber des Freizeitcamps Berka/Werra,
betreut schon mehrere Jahre lang in Zusammenarbeit mit dem Forst und
im Rahmen des Theraphieplans der AHG Klinik Richelsdorf die dort
untergebrachten Suchtpatienten. Aus dem damaligen «Waldprojekt», in
dem z. B. Hochsitze und Gatter zum Schutz von jungen Bäumen gebaut
wurden, wird nun ein Jugendkonzept unter dem Motto: «Lebendige Werra
– Natur und Tourismus» ins Leben gerufen.
Die AHG Richelsdorf ist eine Klinik mit familiärer Atmosphäre und bietet
Platz für 80 Suchtpatienten. Zentraler Inhalt der Therapie ist neben der
Abstinenzmotivation auch die psychische Stabilisierung – hier setzt das
Jugendkonzept an:
Ziel und Hauptaufgabe des Jugendkonzepts ist es, Jugendliche mit
Suchtproblematik im Rahmen von Freizeit- und Arbeitstherapiebereich auf
das zukünftige Leben nach der Therapie vorzubereiten und Perspektiven
aufzuzeigen. Dazu gehören neben dem Heranführen an motivierte und
konzentrationsfördernde Arbeiten die Entwicklung von Teamfähigkeit,
aber auch das selbständige Arbeiten und die Aneignung handwerklicher
Fertigkeiten. Auch wird die Liebe zur Heimat- und zur Naturverbundenheit
gefördert und Natur- und Umweltschutzaspekte vermittelt.
Unter Anleitung von Uwe Stoll und weiteren Betreuern erlernen die
Jugendlichen in der klinikeigenen, gut ausgestatteten Werkstatt oder der
Kreativ-Abteilung z. B. das Anfertigen von Schutzhütten, Schaukästen,
Beschilderungen, Wegweisern, Sitzgelegenheiten usw.

Um das Projekt einem breiteren Publikum bekannt zu machen und weitere
Projektaufgaben ins Leben zu rufen, wurden verschiedene Partner mit ins Boot geholt.
Dazu gehören neben der AHG Klinik Richelsdorf die Gemeinde Gerstungen, die Stadt
Berka/Werra und der Tourismusverband Werratal Touristik e. V. mit Sitz in Bad
Salzungen.
Auf Einladung von Frau Dr. med. Dipl. Psych. Heike Hinz wurde am 4. April 2014 ein
entsprechender Kooperationsvertrag unterzeichnet. Damit wird der Fortbestand des
Projekts gesichert, und alle Kooperationspartner können ihren jeweiligen Nutzen
daraus ziehen.
Anwesend waren neben den o. g. Projektpartnern, Uwe Stoll, Therapeuten und
Mitarbeitern der Klinik auch vier der jugendlichen Suchtpatienten. Diese haben
anschaulich berichtet, wie gut ihnen die Einbindung in das Jugendkonzept «Lebendige
Werra» gefällt und welche positiven Chancen sie sich für die Zukunft ausrechnen. Es
werden bis dato unerkannte Fähigkeiten entdeckt und ausgebaut, die manchmal sogar
den Entschluss zu einer weiterführenden Ausbildung wecken.
Die Werratal Touristik e. V. ist begeistert über soviel Engagement und bedankt sich bei
allen Beteiligten, die ein solch tolles und sinnvolles Projekt auf die Beine gestellt
haben. Wir haben jede Menge Handlungsbedarf an der touristischen Infrastruktur und
freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

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