Pflanzen für den Wald von morgen

Das Forstamt Marksuhl pflanzt über 65.000 Bäume

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie anfällig unsere Wälder gegenüber Extremwetterereignissen, Schädlingen und Krankheiten sein können. „Die dadurch entstandenen Schadflächen sind jedoch nicht ausschließlich als eine ökologische Herausforderung zu sehen. Vielmehr bieten diese Flächen auch eine Chance, unseren Wald von morgen zukunftsfähig zu gestalten,“ erklärt Forstamtsleiter Ansgar Pape. 

Bereits in den letzten Jahren pflanzte das Forstamt Marksuhl mehrere hunderttausend Bäume. Auch in diesem Frühjahr werden wieder mehr als 65.000 Bäume zur Aufforstung von Schadflächen in die Erde gebracht. Die Aufforstungsmaßnahmen erfolgen im gesamten Forstamtsbereich, wobei die Schwerpunkte in den Revieren Ruhla und Etterwinden liegen. Das Forstamt setzt auf sorgfältig ausgewählte, standortsgerechte Baumarten. Risikostreuung durch Vielfalt ist hierbei das Stichwort. Gepflanzt wird deshalb ein „Kessel Buntes“, wie beispielsweise Tanne, Douglasie, Lärche, Vogelkirsche, Elsbeere, Ahorn und viele weitere Baumarten. 

Toni Rupprecht – Ein Waldarbeiter setzt eine Lärche

Idealerweise erfolgt die Pflanzung im Frühjahr oder Herbst, wenn der Boden nicht gefroren ist und keine extreme Hitze oder Trockenheit vorherrscht. So erhöhen wir die Chancen, dass die jungen Bäumchen gut anwachsen. Das Pflanzmaterial stammt aus der landeseigenen Forstbaumschule in Breitenworbis und von privaten Baumschulen. Bei den Pflanzen wird besonders auf die passende Herkunft und Genetik geachtet.

Aber nicht auf allen Flächen ist eine Pflanzung überhaupt notwendig. Auf vielen ehemaligen Schadflächen entsteht mit etwas Geduld von Natur aus wieder Wald. Hierbei setzen sich zumeist Baumarten durch, welche mit den extremen Freiflächenbedingungen besonders gut zurechtkommen. Solche Baumarten sind beispielsweise die Birke, die Vogelbeere und die Lärche. Schafft es die Natur nicht von allein, helfen wir mit einer Pflanzung nach. Durch die gezielte Aufforstung mit verschiedensten Baumarten soll zukünftig ein anpassungsfähiger, klimastabiler Mischwald entstehen.

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