Vorsorge für den Ernstfall: Ruhlas Wälder gut aufgestellt

Neuer Forstweg und Feuerlöschteich

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen und längere Zeit kein Regen fällt, wächst bei vielen Menschen die Sorge vor Waldbränden. Auch in Ruhla wird dieses Thema diskutiert. Das zuständige Forstamt Marksuhl hat in den vergangenen Jahren wichtige Maßnahmen ergriffen, um im Falle eines Brandes eine schnelle und wirksame Hilfe zu ermöglichen. Neben bereits vorhandenen sieben Löschwasserstellen wurde im Jahr 2023 im Lappengrund ein weiterer Feuerlöschteich angelegt. Er stellt eine zusätzliche Wasserreserve für die Feuerwehr dar und kann insbesondere bei Einsätzen am Ringberg von großer Bedeutung sein.

In diesem Zusammenhang steht auch aktuell die Fertigstellung des Forstweges rund um den Ringberg. Dieser dient zukünftig tatsächlich weniger dem Transport von Holz, sondern ist vorwiegend für Rettungskräfte und Feuerwehr angelegt worden.

Ansgar Pape – Neugebauter Forstweg am Ringberg

„Wir haben mit dem Deckelrundweg am Breitenberg und dem Weg um den Ringberg gezielt in die Wegeinfrastruktur investiert, um die schnelle Erreichbarkeit der Waldgebiete im Ernstfall zu ermöglichen,“ zeigt sich Forstamtsleiter Ansgar Pape sehr zufrieden mit dem Erschließungsgrad der Wälder rund um Ruhla.

Auch habe das Forstamt in der Region gezielt in Waldumbaumaßnahmen investiert und zahlreiche ehemalige Nadelholzflächen mit Laubholz aufgeforstet. Laubwälder weisen häufig ein feuchteres und kühleres Bestandsklima auf. Deshalb ist die Waldbrandgefährdung grundsätzlich geringer.

Die Bebauung in Ruhla fast ausschließlich von Laubholz umgeben, das einen natürlichen Waldbrandschutz bietet. „Eine Gefahr lässt sich natürlich niemals vollständig ausschließen“, so der
Forstamtsleiter, „aber Waldbrände sind fast ausschließlich durch Fahrlässigkeit oder sogar durch Vorsatz vom Menschen verursacht.“