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500 Jahre Bibelübersetzung: Einladung zur Finissage der Ausstellung „Übersetzen“ der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle

Am Sonntag, 14. August, endet die Ausstellung „Übersetzen“ von Studierenden der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle im ehemaligen Elektrizitätswerk in der Uferstraße 34 mit einer feierlichen Finissage in den Ausstellungsräumen. Interessierte Bürger*innen sind herzlich dazu eingeladen, ab 16 Uhr mit den anwesenden Künstler*innen ins Gespräch zu kommen und im Anschluss ab 18 Uhr einem Kooperations-Konzert des Yiddish Summer Weimar zu lauschen. Der Eintritt zur Finissage ist frei.

Die Ausstellung zeigt seit dem 2. Juli Arbeiten von Studierenden, Absolvent*innen und Lehrenden aus den Studienrichtungen Keramik, Buchkunst und Bildhauerei der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Objekte aus Holz, Keramik, Metall oder Papier, Installationen in Bild, Schrift und Ton setzen sich vielseitig mit der Aufgabe des Übersetzens auseinander. Darunter auch die Audio und Foto-Installation „יידיש yidish“ der Künstlerin Nina Zahl, die einen Blick auf die jiddische Sprache und deren Nähe zur deutschen Sprache wirft. Jiddische Sprüche mit Kreide an Eisenacher Hauswänden geschrieben, transformieren die alte Sprache in das Hier und Jetzt. „Ikh hob dikh lib“ und „Ikh bin geven do“ können nur die lesen, die der hebräischen Schriftzeichen mächtig sind. Damit bleibt die Nähe doch verborgen, bis die Auflösung in der Ausstellung folgt. Es ist das Übersetzen einer fast vergessenen Sprache in die heutige Zeit.

Konzert des Yiddish Summer Weimar mit Sveta Kundish & Patrick Farrell und Daniel Kahn
Alles andere als vergessen ist die jiddische Sprache und Kultur in den Veranstaltungen des Yiddish Summer Weimar. Mit Sveta Kundish & Patrick Farrell und Daniel Kahn kommen Koryphäen des Festivals und mit ihnen jiddische Musik in ihrer tiefsten, virtuosesten und bewegendsten Form nach Eisenach. Die Kantorin Sveta Kundish bietet, gemeinsam mit dem Klezmer-Akkordeonisten Patrick Farrell, ein rauschendes Programm mit traditionellen und zeitgenössischen jiddischen Liedern. Daniel Kahn, renommierter Erzähler aktueller jüdischer Geschichte(n) in Europa, ist seinerseits tief verwurzelt in den Traditionen amerikanischer Singer-Songwriter. Der in Detroit geborene und nun in Deutschland lebende Sänger, Schauspieler und Regisseur findet immer wieder neue Wege, sich mit Lyrik, Klezmer und den Sprachen der jüdischen Diaspora auseinanderzusetzen und faszinierende Programme zu erarbeiten.

Die Ausstellung kann donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei. Jeden Samstag gibt der Eisenacher Kunstverein um 16 Uhr in einer öffentlichen Führung Einblicke zum Entstehen und dem Hintergrund der einzelnen Arbeiten der Künstler*innen und beantwortet Fragen zur Ausstellung und den Exponaten. Die Führungen sind ebenfalls kostenfrei.

Ausstellende
Sophie Anger, Friederike Dolinschek, Anna Egerter, Sabine Golde, Hermann Grüneberg, Jan Herzog, Martin Neubert, Olivia Pils, Hans-Jörg Pochmann, Karlotta Reisch, Lucas Schneider, Janis Josepha Strobl, Nino Tsimakuridze, Lina-Josephine Wiedwald, Nina Zahl

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