60 Jahre „Nackt unter Wölfen“

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode GmbH
Ein DEFA-Klassiker und seine Gegenwart sind in einer Ausstellung in der der Foyergalerie der Wartburg-Sparkasse in Eisenach, Karlstraße 2/4, zu sehen.
Seit dem 22. Februar 2023 tourt die von Studentinnen und Studenten der Universität Erfurt produzierte Ausstellung „60 Jahre Nackt unter Wölfen. Zwischen Mythos, internationaler Filmgeschichte und regionaler Erinnerungskultur“ durch Deutschland. Nach dem Auftakt in Berlin, aber auch nach Präsentationen in Rostock, Braunschweig und Passau sowie zahlreichen Stationen in Thüringen ist die Ausstellung seit dem 2. April 2026 nun auch in der Wartburg-Sparkasse in Eisenach zu sehen. Konzipiert und realisiert wurde die Ausstellung im Wintersemester 2022/23 von Studentinnen und Studenten der Kommunikationswissenschaft unter Leitung von Prof. Dr. Michael Grisko.
„Ich freue mich“, so der Kurator Michael Grisko, „dass die Ausstellung auch in Eisenach zu sehen ist und die Wartburg- Sparkasse sich dieses besonderen Stoffes verpflichtet fühlt, der zwar in Thüringen seinen Ursprung hat, aber ein gesamtdeutsches Thema beleuchtet.“
Anlass der Ausstellung war das 60. Jubiläum der Premiere des weltbekannten und zum großen Teil im KZ Buchenwald gedrehten DEFA-Films „Nackt unter Wölfen“ im April 1963 mit Armin Müller- Stahl in der Hauptrolle.
Der Roman und der Film thematisieren die letzten Tage vor der Einnahme des Konzentrationslagers Buchenwald Anfang April 1945 durch die Amerikaner. Es ist ein authentischer Stoff, der jedoch eine besondere erzählerische Zuspitzung und Rezeption im geteilten und vereinten Deutschland erfuhr. Themen der 15 Stationen umfassenden Exposition sind der Erfolg der gleichnamigen Romanvorlage, dessen Autor (Bruno Apitz) und seine autobiografischen Erlebnisse im KZ Buchenwald. Aber auch mit den bislang drei Verfilmungen für Film und Fernsehen, dem Mythos „Buchenwaldkind“ und der Frage der Funktion der Konzentrationslager haben sich die Studentinnen und Studenten kritisch auseinandergesetzt.
Die Ausstellung verdeutlicht die besondere Rolle des Stoffes auch im Rahmen der deutschen Nachkriegsgeschichte und der Erinnerungskultur des Nationalsozialismus bis in die Gegenwart.
Die als Wanderausstellung konzipierte Exposition wird von vertiefenden Materialien begleitet:
- QR-Code (60 Jahre ‚Nackt unter Wölfen‘ – Zwischen Mythos, internationaler Filmgeschichte und regionaler Erinnerungskultur (uni-erfurt.de)
- Katalog im Leipziger Universitätsverlag (60 Jahre Nackt unter Wölfen | Leipziger Universitätsverlag (univerlag- leipzig.de) Dieser ist auch zu erwerben.
Unterstützt wurde die Realisierung der Ausstellung durch die Thüringer Staatskanzlei, die Sparkasse Mittelthüringen, den Erfurter Verein für Medien und Kommunikation e.V. sowie die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
Die Ausstellung ist bis zum 22. Mai 2026 während der Öffnungszeiten der Wartburg-Sparkasse von Montag bis Freitag zu sehen. Der Eintritt ist frei.