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Gedenken den Opfern der Shoah

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Auch in diesem Jahr gedenkt das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach den Opfern der Shoah aus Eisenach. Am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz im Jahr 1945. Ab 17:00 Uhr wird eine Menschenkette durch die Karlstraße an die Opfer erinnern.

Der Sprecher des Bündnisses Jörg Rumpf erklärt:

Wir werden unter den aktuellen Bedingungen in einer angemeldeten Veranstaltung in der Karlstraße an die jüdischen Menschen aus Eisenach erinnern, welche durch die Shoah ihr Leben verloren. Dieses Jahr erinnern wir ebenso an den ebenso drückenden und besonderen 80. Jahrestag der Deportation jüdischer Menschen aus Eisenach, welche in zwei Deportationen am 9. Mai und am 19. September 1942 per Zug aus Eisenach in den Tod geschickt wurden.

Für die deportierten und ermordeten jüdischen Menschen gibt es seit Jahren bereits die Stolpersteine an deren ehemaligen Wohnorten im Stadtgebiet. Auch in diesem Jahr werden neue Steine verlegt werden. Die Erinnerung an die Shoah und das sich daraus ergebende „Nie wieder!“ ist eine Verpflichtung, für welche sich das Bündnis einsetzt.

Gerade in der heutigen Zeit müssen wir immer wieder erleben, dass die Geschichte der Shoah in aktuellen Protesten missbraucht wird. Wer heute bei einem Protest einen gelben Stern trägt, weiß entweder nicht oder ignoriert bewusst, dass ein gelber Stern an der Kleidung für jüdische Menschen in Europa bis 1945 ein Todesurteil bedeutete. Wer mit einer solchen Arroganz sich selbst mit einem jüdischen Menschen in der Shoah gleichsetzt, verhöhnt die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.

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