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Sendereihe „Briefe an Elisabeth – Erinnerungen aus der Gegenwart“

Unter dem Titel „Nun aber seid ihr Licht. Elisabeth“ begeht die Stadt Eisenach das Jubiläumsjahr 2021 zum 800. Hochzeitstag der Elisabeth von Thüringen und Ludwig IV. Das Wartburg-Radio 96,5 schließt sich im Rahmen dieses Jubiläums mit der Sendereihe „Briefe an Elisabeth – Erinnerungen aus der Gegenwart“ an. Darin nimmt das Wartburg-Radio Gedanken, Hoffnungen oder Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern der Wartburgregion auf, aber auch Momente der Freude, trotz aller Schwierigkeiten in der derzeitigen Situation.

Eine Auswahl der eingesandten Briefe und Statements wurden von professionellen Sprechern des „Theater am Markt“, des Landestheaters sowie des Wartburg-Radios eingelesen. Zu hören ist die Sendereihe ab Mittwoch, dem 7. Juli, dem Geburtstag der Heiligen Elisabeth, und weiterhin an jedem Wochentag um 9:45 Uhr und um 13:45 Uhr oder in der Audiothek aufwww.wartburgradio.com.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen im Jubiläumsjahr „Nun aber seid ihr Licht. Elisabeth“ finden sich unter www.eisenach.de

Hintergrund:
Vor 800 Jahren – 1221 – heiratete der Thüringer Landgraf Ludwig IV. in der Eisenacher Georgenkirche die ungarische Königstochter Elisabeth. Über alle Konfessionen hinweg wird Elisabeth bis heute geachtet und gilt als eine der stärksten Frauenpersönlichkeiten des Mittelalters. Ihr außergewöhliches Leben im Dienst der Menschen ist bis heute von Strahlkraft und Bedeutung. Mitmenschlichkeit, Solidarität und ihr Mut mit Zugewandtheit und Nächstenliebe für Kranke und Entrechtete zu sorgen, sind Botschaften, die gerade heute von wesentlicher Bedeutung sind. Der Blick ins neue Jahr 2021 ist für viele Menschen mit der Hoffnung verbunden, wieder ein gewohntes Miteinander zu leben, Nähe zu erfahren und ohne die gegebenen aktuellen Einschränkungen das eigene Leben wie gewohnt oder vielleicht auch ganz neu auszurichten. Vielfältige Existenzängste prägen das Jahr 2020 und ebenso viele Wünsche und Hoffnungen verbinden sich mit dem neuen Jahr 2021. Der unerwartete „Stillstand“ der Welt, ein Einschnitt in fast alle Bereiche des Miteinanders, ist für viele Menschen ein Grund, sich mit bisherigen Lebenshaltungen auseinanderzusetzen, zu hinterfragen oder zu resümieren. Das Bewusstsein über die Fragilität des menschlichen Lebens, die Unsicherheit in vielen Bereichen zeigt, wie wichtig es ist, gerade auch jetzt füreinander da zu sein – und zugewandt Ängste und Sorgen, Freude und Zuversicht zu teilen.

„Seht, man soll die Menschen nicht nur satt, sondern auch froh machen“. So lautet ein Zitat der ungarischen Königstochter und späteren Landgräfin von Thüringen, die in Abwesenheit ihres Mannes Ludwig IV, in allen Teilen des Landes die landgräflichen Kornkammern öffnen ließ, um die hungernde Bevölkerung zu versorgen.

Im Alter von 4 Jahren kam Elisabeth von Ungarn nach Eisenach und heiratete mit 14 Jahren den Thüringer Landgrafen Ludwig IV. Die Ehe, aus der drei Kinder hervorgingen, währte nur kurze Zeit, da der Landgraf 1227 auf dem Weg zu einem Kreuzzug verstarb. Die junge Witwe vollzog nun einen radikalen Bruch mit ihrem Stand und widmete sich den Armen. Sie verließ 1229 Eisenach und gründete in Marburg ein Hospital. Im Alter von 24 Jahren verstarb die ehemalige Landgräfin in Marburg. Bereits 1235 erfolgte ihre Heiligsprechung. Elisabeth gilt als katholische Schutzpatronin von Thüringen und Hessen. Die Eisenacher Predigerkirche wurde, als eine der ersten Kirchen weltweit, der Heiligen Elisabeth und Johannes dem Täufer geweiht.

Viele Überlieferungen, wahre und sagenhafte, sind mit dem Leben der Elisabeth verbunden.

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