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Unterhaltsame Lesung über Thüringer Mundart in der Stadtbibliothek

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Unterhaltsam wird es in der Stadtbibliothek Eisenach am Freitagabend, 22. Oktober, wenn Sieglinde Mörtel aus Anlass der Aktion „Thüringen liest“ zu Besuch ist.

Die Thüringer Journalistin und Autorin hat sich in einem ihrer letzten Werke – „Tratsch – vun frieher un itze“ (erschienen im Welkenverlag Jena, 2020) – der Mundart zugewandt, jenem Sprachslang, der zwischen Saale, Orla, Ilm und Roda gesprochen wurde, aber immer seltener wird.

Ein Stück Regionalgeschichte
Das Buch erzählt von den kleinen alltäglichen Dingen, davon, wie die Menschen früher am Küchentisch geplaudert haben, wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Es bewahrt damit ein Stück Regional- und Zeitgeschichte und zugleich die vom Aussterben bedrohte regionale Mundart. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an altvertraute Wörter, die heute nur noch selten zum alltäglichen Sprachgebrauch gehören, die jüngere Generation schaut dann oft zweifelnd, kann mit vielen Begriffen gar nicht mehr viel anfangen und fragt nach „Was ist denn das?“.

Sieglinde Mörtel lüftet die Geheimnisse in ihrer Lesung, die sich an Interessierte aller Altersgruppen richtet. Das Buch macht es der Leserschaft leicht: links die Mundart, rechts die hochdeutsche Übersetzung.

Sieglinde Mörtel ist mit Mundart aufgewachsen. Manche Wörter bezeichnen ausgestorbene Dinge aus dem Alltag. Wer weiß, was sie bedeuten, ist klar im Vorteil. Ohne trotzig mit dem Fuß aufzutreten, wird über das normale Leben in einem Land erzählt, in dem glücklich zu leben kein Unrecht war. Und es wird verglichen: damals und heute. Nicht immer fällt der Vergleich zugunsten des »itze« aus. Obwohl durchaus Fortschritt zu bemerken ist, sogar im dörflichen Bereich, wo früher Misthaufen gesprengt wurden.

Wer es genauer wissen möchte, der kommt zur Lesung mit Sieglinde Mörtel in der Eisenacher Stadtbibliothek am Freitag, 22. Oktober. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Allerdings gilt coronabedingt die 2G-Regel – nur Geimpfte und nachweislich Genese haben Zutritt zur Veranstaltung. Um vorherige schriftliche Anmeldung per Email an bibliothek@eisenach.de unter Angabe der Kontaktdaten (Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer – für jede*n Teilnehmende*n) ist erwünscht. Am Veranstaltungsabend wird der Zutritt dann entsprechend Voranmeldung und unter Vorlage der Originalnachweise für 2G (Impfnachweis bzw. Genesenennachweis und Personalausweis) gewährt.

Wer nicht vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen kann (nicht genesen oder geimpft in Bezug auf Corona bzw. aus Kapazitätsgründen), hat die Möglichkeit, der Lesung virtuell beizuwohnen. Dazu wird nach schriftlicher Anmeldung per Email ein Link verschickt.

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