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Uraufführung der Doku „Ausbildung, Arbeit, Traumberuf?“ am 19.11.2014 am Diakonischen Bildungsinstitut Eisenach

Im Diakonischen Bildungsinstitut in Eisenach, Thälmannstraße 90, findet am 19.11.2014 um 15 Uhr eine ganz besondere Premiere statt. „Ausbildung, Arbeit, Traumberuf?“ heißt der neue Dokumentarfilm in Sachen Inklusion, der hier seine Uraufführung erlebt.

Er gehört zum Projekt T.I.Mo = Thüringer Inklusionsmonitor.

Ein Vorhaben, bei dem gemeinsam mit behinderten Menschen Dokumentarfilme gedreht werden, in denen die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Thüringen thematisiert wird. Im Vorgängerprojekt „it works!“ standen dabei die Themenfelder Gemeinsames Lernen, Persönliches Budget, Arbeit und Beschäftigung, Barrierefreiheit, Frauen mit Behinderung, Sozialraumorientierung sowie Inklusion als Paradigmenwechsel für Träger und Fachkräfte der Behindertenhilfe im Mittelpunkt. (siehe Anhang) Durch die Filmarbeit entstanden Vernetzungseffekte, neue Kooperationen und Kontakte.

Die „T.I.Mo“ Langzeitdokumentation Nr. 1 „Ausbildung, Arbeit, Traumberuf?“ sucht nun Protagonisten von „it works!“ wieder auf und berichtet über die heutige Lebenssituation der damals porträtierten Menschen. Es lässt sich verfolgen, ob und wie man dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft nähergekommen ist, oder auch nicht. Da bilden sich Menschen mit Behinderung in Empowermentschulungen weiter, um stärker zu werden und etwas verändern zu können. Das Bündnis „Jugend ohne berufliche Perspektive“ geht an die Öffentlichkeit, fordert Ausbildung und Arbeit außerhalb von Werkstätten. Jugendliche, die das schon gepackt haben, sind aber ohne gesetzlichen Rentenansprüche. Alleinerziehende und Geringverdiener haben Probleme, einen einmal eingeschlagenen inklusiven Weg fortzusetzen. Hochschulen und Universitäten mühen sich um Inklusion. Aber die Realität, nach einem Master entsprechende Arbeit zu finden, sieht alles andere als gut aus. Und trotzdem treffen wir immer wieder wir auf Entwicklungen, die vor kurzem noch nicht denkbar waren. Die Lebenshilfe Service gGmbH hat 46 Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen und beginnt auszubilden. Es gibt, wenn auch befristet, Inklusionsberater bei den Kammern. Die Themen Außenarbeitsplätze, Budget für Arbeit, Integrationsbetriebe und öffentlich geförderter Beschäftigungssektor werden stärker diskutiert. Und immer wieder auch der nötige Bewusstseinswandel.

„Aktion Mensch“ hat dieses Video gefördert. Für die Premiere der 80 minütigen Dokumentation sind zwei Gebärdendolmetscherinnen engagiert. Der Film ist barrierefrei, mit Audiodeskription versehen und in einer zweiten Fassung auch in leichter Sprache untertitelt, also für sehbehinderte, gehörlose und lernbehinderte Menschen geeignet. Er kann beim DBI ausgeliehen oder erworben werden. www.dbi-falk.de

Buch und Regie des Videos lagen wie bei it works! wieder in den Händen von Heidi Hasse, Dokumentarfilmerin langjährige Mitarbeiterin des DDR-Fernsehens und. Auf der DBI-Web-Seite kann ein Link mit einem Werbetrailer zur Veranstaltung (leider nicht noch nicht barrierefrei) besucht werden. https://www.youtube.com/watch?v=wlUsMIS2GlM

Ein weiterer Baustein von T.I.MO ist das Projekt „Auftrag X [IKS]“. IKS steht hier für InKluSion, den gesellschaftlichen Auftrag, unser aller Zusammenleben bunter und vielfältiger zu gestalten. In Medienworkshops treffen sich junge Menschen mit und ohne Behinderung und drehen Kurzfilme. Witzig, hintersinnig, frech, vielfältig und bunt – so, wie Inklusion eben sein sollte. Im Umfeld der Wahl zum Thüringer Landtag beschäftigte sich der erste Workshop mit politischen Fragen, beim zweiten Workshop stand das „Leben auf dem Land“ im Mittelpunkt. Im Zuge des Projekts entsteht ein youtube-Channel, der laufend ergänzt wird und auch als Plattform für vergleichbare Initiativen und Aktionen zur Verfügung steht.
Bei „Auftrag X [IKS]“ kooperiert das DBI mit dem Erfurter Verein „Junge Medien Thüringen“, erste Ergebnisse werden ebenfalls beim Inklusionsforum der Öffentlichkeit präsentiert.

Lisa H. | | Quelle:

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