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Vom kleinen Haus zum großen Schloss

Aschenputtel einmal anders – Weihnachtsmärchen im Theater am Markt

Die kleine Welt des Prinzen befindet sich in einer Krise. Sie ist kalt. Auch die Menschen sind kalt und traurig. Selbst das Herdfeuer kann weder ihre Körper noch ihre Herzen wärmen. Es scheint nie wieder warm, nie wieder Frühling zu werden, vom Sommer ganz zu schweigen.

Und trotzdem gibt es ein großes Fest, auf dem der Prinz endlich eine Frau finden soll. Aber keine der vorgeführten Bräute gefällt ihm. Nur für eine hat er Augen, aber die haut ab.
Na, klingelt’s? Richtig, Aschenputtel. Diesmal aber ein wenig anders erzählt. Im Eisenacher Theater am Markt (TaM) laufen derzeit die Endproben für die Aufführung des Weihnachtsmärchens, das Anfang Dezember auf die Bühne kommt. Regisseur Vincent Kresse hat sich die Geschichte vom Aschenputtel ausgesucht, in einer Fassung der niederländischen Autorin Pamela Koevoets.

Sie erzählt die bekannte Geschichte in einer dichten und poetischen Sprache und bleibt gleichzeitig nahe an der Tradition der Märchen, sagt Kresse.

Die vier Darsteller, Viktoria Bertram, Editha Borowiak, Wenzel Schneider und Sabine Zänker agieren dann häufig eher als erzählende Begleiter denn als Schauspieler.

Wir wollen eine Erzählatmosphäre wie am Kamin herstellen, sagt Regisseur Kresse.

Da sich viel in der Küche von Aschenputtels Elternhaus zuträgt, fehlt auch nicht das Lied vom Mops, der in dieselbe kam.

Die Bühnendekoration ist bewusst schlicht gehalten und besteht ausschließlich aus mehr oder weniger großen Papierstücken und -streifen von der Rolle. Die sind schon oder werden während der Vorstellung bemalt (Herdfeuer), zerrissen (Holzscheite), vielfach durchlöchert (rückwärtiges Bühnenbild) und zerknüllt (Aschenputtels sterbende Mutter).

Unser Weihnachtsmärchen erschafft mit einfachen Mitteln und wenigen Schauspielern die Welt vom kleinen Haus zum großen Schloss, vom traurigen Anfang bis zum glücklichen Ende, sagt Vincent Kresse.

Weihnachtsmärchen Aschenputtel am TaM für Menschen ab acht Jahren: 3. und 10. Dezember jeweils 19.30 Uhr, 4. und 11. Dezember jeweils 15 Uhr.

Karten: theaterammarkt.de und unter Telefon: 03691/74 09 470.

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