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Wagnis in Stein und Farbe im Stadtschloss

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Die neue Ausstellung des Kunstverein Eisenach zeigt Kunst von Geflüchteten

Mitten in dieser übergroßen Sommerzeit lädt das Thüringer Museum Eisenach und der Kunstverein Eisenach alle in die kühlen Räume des Stadtschlosses in die zweite Etage zu einer neuen Ausstellung der Reihe „Künstler im Schloß“ ein.

Unter dem Titel „neues wagen – Neue Schritte in Land, Stein und Farbe„ zeigen Geflüchtete aus Syrien und Tschechien ihre ersten Schritte im künstlerischen Ausdruck.

Zu sehen sein werden zum einen Skulpturen aus Ton und Stein aus dem Projekt „Start Bildung – Kunst zum Kennenlernen“ – ein Projekt, das unter der Leitung von Richard Leonard Krouzek von der Volkshochschule Eisenach betreut wurde. Das Projekt galt den in Sprachkursen befindlichen Flüchtlingen. Sie wurden darin spielerisch an künstlerische Techniken aus den Bereichen von Druckgrafik, Plastik und Bildhauerei herangeführt. Neben den glühenden Köpfen in den Deutschkursen sollten sie auf eine Reise zu ihren kreativen und schöpferischen Potenzialen mitgenommen werden, zurück zu ihren ureigenen und wesentlichen Aspekten des Menschseins. Der freischaffende Künstler und Kursleiter Richard Leonhard Krouzek empfindet, dass dies bei den Anforderungen und Notwendigkeiten in der Lage vieler Migranten wenig bis gar keinen Raum findet. Unter den Teilnehmern fand er neben Interesse, Begeisterung und Talent auch wahre Künstlernaturen, ergreifende und bewegende Geschichten.

Einmal nicht als Antragsteller, Sprachlernender, Zu-Unterstützender wahrgenommen zu werden, sondern als von Ideen bewohnter, schaffender Mensch ist den drei Künstlern Petr Bartos, Motasem Saleh und Malek Subhialkhalifa ein großes Anliegen. Um uns von ihren Innenwelten zu erzählen, wählten sie die Sprache der Formen und Farben und dabei ist Erstaunliches entstanden.

Zum anderen kann man Werke in Öl, Acryl sowie Graphisches von Malek Subhialkhalifa erkunden, der vielen Eisenacher schon durch sein literarisches Schaffen bekannt ist und nun erste Gehversuche im Reich der Farben unternahm. Dabei überrascht er uns mit seiner Sicht auf die Welt und zeigt einmal mehr, das jeder Mensch ein Individuum ist, das nicht nur seine Kultur und Herkunft, sondern vor allem seine ganz eigenen Geschichten in sich trägt.

Zur Vernissage am Donnerstag, den 2. August wird sich außerdem der neue Leiter des Eisenacher Kulturamtes Dr. Achim Heidenreich vorstellen.

Das wissen wir sehr zu schätzen, so die Vorsitzende Alexandra Husemeyer.

Die musikalische Umrahmung liegt in den Händen von Ibrahim Baju und Wasim Bitar.

Ibrahim Baju spielt auf dem Kanun, einem orientalischen Instrument, gar nicht so unähnlich unserer bekannten Thüringer-Wald-Zitter. Er ist Mitglied des Staatstheaters Meiningen und war am Landestheater Eisenach schon in dem Stück „Der Junge mit dem Koffer“ zu erleben.

Wasim Bitar stammt ebenfalls aus Syrien und hat sich autodidaktisch das Spiel auf der Knickhalslaute „Oud“ beigebracht. Er interpretiert bekannte Lieder aus dem Nahen Osten, beispielsweise von der berühmten Sängerin Fairuz.

Es moderiert Alexandra Husemeyer. Die Laudatio hält Thekla Bernecker.

Anschließend gibt es kühlen Saale-Unstrut-Weißwein oder selbst gepressten Apfelsaft aus dem Projekt der save nature group. Dieses Projekt pflegt Streuobstwiesen und wurde mit dem Thüringer Umweltpreis ausgezeichnet.

Die Künstler freuen sich auf alle, die nicht in Urlaubsfernen sind und sich mit ihnen auf Reise in die Welt der Farben und Formen machen wollen.

Der Eintritt zur Vernissage am Donnerstag, 02. August 2018, 18:00 Uhr im Thüringer Museum ist natürlich frei.

Die Ausstellung ist bis 22. Oktober zu den Öffnungszeiten des Thüringer Museums zu sehen: Mittwoch bis Sonntag und Feiertage von 11:00 bis 17:00 Uhr.

Adresse: Thüringer Museum, Stadtschloss, Markt 24, 99817 Eisenach

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