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Brückeneinschub in knapp 81 Stunden

Punkt 20.30 Uhr beginnt Freitagabend in Mühlhausen für Baufirma und Projektleiter der Deutschen Bahn ein «Marathon-Lauf» mit der Zeit: in knapp 81 Stunden müssen sie die alte Eisenbahnbrücke über die Thomas-Müntzer-Straße abbrechen, eine neue Brücke in den Bahndamm einschieben und Schienen, Signale und Kabel so installieren, dass der Zugverkehr wieder ungehindert rollen kann. Der erste Zug soll am 21. Oktober, 5.25 Uhr, über die auf der Brücke neu verlegten Gleise fahren.

Die neue Brücke, die neben den Gleisanlagen vorgefertigt wurde, ersetzt die alte Gewölbebrücke aus dem Jahr 1870. Die Erneuerung ist notwendig, um die dort bestehende Langsamfahrstelle mit Begrenzung der Geschwindigkeit auf 50 km/h zu beseitigen und die Verfügbarkeit der Strecke auf Jahrzehnte zu sichern. Über das neue Brückenbauwerk können die Züge ab Fahrplanwechsel Mitte Dezember mit 120 km/h fahren.

In der knapp bemessenen Zeit, in der der Zugverkehr unterbrochen ist und zwischen Mühlhausen und Großengottern Busse eingesetzt werden, müssen zunächst Kabel, Gleise und signaltechnische Anlagen im Brückenbereich beräumt und dann die alte Brücke abgebrochen und der Schutt abgefahren werden. Anschließend werden die sogenannten Verschubbahnen errichtet, auf denen der 400 Tonnen schwere Brücke-Koloss dann von synchron arbeitenden Hydraulikpressen zentimetergenau in die Lücke im Bahndamm eingeschoben wird. Abschließend sind verbleibende Spalten zu verfüllen, Schwellen, Gleise, Schotter, Kabel und Signale auf dem Bauwerk neu zu installieren.

Für die mit dem Bau verbundenen Lärm- und Staubbelästigungen sowie die Unterbrechung des Zugverkehrs bittet die Deutsche Bahn Anwohner und Reisende um Verständnis.

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