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Debatte im Umweltausschuss zu CO2-Grenzwerten für Autos und Lieferwagen; Hirte: Neue EU-Pläne bedeuten faktisches Aus für Verbrenner

Der Umweltausschuss des Bundestages debattierte heute eine Vorlage der EU-Kommission, wonach die ohnehin schon ambitionierten Auflagen für PkW und leichte Nutzfahrzeuge weiter verschärft werden sollen. Im Frühjahr 2019 wurde ein Kompromiss ausgehandelt zwischen Kommission, Parlament und Mitgliedsstaaten. Neue Pkw sollten bis 2030 um 37,5 Prozent (2035 55%) weniger CO2 ausstoßen als 2021 und leichte Nutzfahrzeuge 31 Prozent (2035 50%). „Kaum dachte man, das Gezerre um die künftigen CO2-Grenzwerte sei vorbei, arbeitet die EU-Kommission schärfere Vorgaben aus – bevor die zuletzt ausgehandelten überhaupt in Kraft treten“, so der CDU – Bundestagsabgeordnete Christian Hirte. Demzufolge sollen ab 2035 die CO2-Einsparungen 100% betragen. Synthetische oder fortschrittliche Kraftstoffe werden dabei nicht akzeptiert und ausschließlich auf die „Auspuffemmissionen“ abgestellt, sog. Tank-to-Wheel-Ansatz. Das EU-Parlament wird sich im Juni mit der Vorlage befassen. Selbst bei einem möglichen Kompromiss von „nur“ 90% CO2-Reduktion sei dies ein „faktisches Verbrennerverbot“, was von der Ampel in Berlin gewollt und unterstützt wird. Hirte plädierte im Ausschuss dafür, technologieoffen auch synthetischen Kraftstoffen eine Chance zu geben. Nach Hirtes Meinung ist der alleiniger Fokus auf batterieelektrisch angetrieben E-Autos „der falsche Weg.“ Es komme wesentlich darauf an, technologieoffen an die Sache heranzugehen, weil der schnellere Wechsel auf E-Autos nicht nur die coronagebeutelte Industrie, sondern auch Autofahrer und Handwerker überfordern könnte. Nicht zuletzt benötigt es eine Antwort auf den auch 2035 noch überwiegenden VerbrennerFuhrpark.

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