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Freie Fahrt auf sechs Spuren

Der wöchentliche Pendlerstrom, auf der A 4 zwischen Erfurter Kreuz und Kirchheimer Dreieck, hat es bereits mit Freude wahrgenommen: Das Nadelöhr zwischen der Werrabrücke Hörschel und der Talbrücke Wommen ist beseitigt, dreispurig ist die Strecke jetzt (ohne Geschwindigkeitsbegrenzung) in beiden Richtungen auf einer Gesamtlänge von 8,1 km befahrbar. Auf Thüringer Gebiet sind es 1,7 km, auf hessischem Gebiet 6,4 km. Im August 2002 hatte der Ausbau begonnen.
Nun gab es am Dienstag gegen 14.30 Uhr nochmals einen Stau. Polizeifahrzeuge stoppten den Verkehr an der Raststätte Eisenach. Dadurch konnte auf der A 4 von den Politikern das Band durchtrennt werden und der Verkehr durfte offiziell rollen.

An der Übergabe dieses Abschnitts des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr.15 nahmen neben der Parlamentarischen Staatssekretärin Karin Roth vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der Thüringer Minister für Bau und Verkehr Andreas Trautvetter und der hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Dr. Alois Rhiel teil.

Rund 53 Millionen Euro hat der Bund in den Abschnitt zwischen Hessen und Thüringen investiert. «Damit steht dem Verkehr der A 4 im Abschnitt Herleshausen ab heute ein verkehrssicherer und leistungsfähiger Straßenquerschnitt zur Verfügung», sagte Roth bei der Verkehrsfreigabe des Ausbauabschnittes der A 4 zwischen dem künftigen Dreieck der A 44/A 4 bei Wommen bis zur Werrabrücke bei Hörschel.
«Dies ist ein weiterer Schritt zur Fertigstellung einer der bedeutenden Ost-West Verbindungen in Deutschland. Das insgesamt 4,2 Milliarden Euro teure Projekt wird die Verbindung der Wirtschaftszentren Rhein-Main und Rhein-Ruhr mit Thüringen und Sachsen sowie mit dem polnischen Industriegebiet Liegnitz/Breslau und die Weiterführung in Richtung Südosteuropa erheblich verbessern. Die Maßnahme ist die wichtigste West-Ost-Verbindung in Thüringen und Sachsen», so Roth weiter.

«Gleich nach dem Mauerfall in Berlin ist auch an diesem damals von der Stasi streng bewachten Transitübergang Bundesrepublik/Berlin binnen weniger Stunden ein nicht mehr aufzuhaltender Verkehrsstrom fröhlicher Menschen entstanden», erinnerte Minister Trautvetter. «Nach Beseitigung der Grenzanlagen setzte sofort eine rege Bautätigkeit ein, die zu ersten Provisorien führte, etwa der flexiblen Ampelanlage je nach Dichte des Verkehrsstromes.» Der Weiterbau der A 4 in beiden Richtungen durch den sogenannten Thüringer Zipfel waren die nächsten Maßnahmen, die Jahr für Jahr immer neue Verbesserungen brachten – bis zum jetzt nun vollendeten, komfortablen Ausbau, so Trautvetter.

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