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Thüringer Busfahrer absolvieren Sicherheitstraining

Sicherheit ist mehr denn je das wichtigste Thema in der Thüringer Busbranche. Bereits seit dem Jahr 1996 führt der Landesverband Thüringer Omnibusunternehmen e.V. (LTO) zweimal jährlich auf dem Kindel bei Eisenach Sicherheitstrainings für Busfahrer von LTO-Mitgliedsunternehmen durch. Bis zum 7. April werden erneut rund 36 Fahrzeuglenker die spezielle Schulung in Theorie und Praxis absolvieren, die insbesondere auf das richtige Verhalten in Gefahrensituationen – ob im Linien- oder Reiseverkehr – vorbereitet.

Sicherheitsfaktor Nr. 1 ist der Fahrer
So lernen Fahrer u.a. wie sie mit den modernen Sicherheitseinrichtungen der Busse und deren Fahrphysik richtig umgehen und diese in Gefahrensituationen effektiv nutzen. Denn die Hersteller optimieren und ergänzen laufend die Sicherheitseinrichtungen an den Fahrzeugen. In den letzten Jahren wurde beispielsweise die Steifigkeit der Fahrgastzelle verbessert und damit überrollstabil gemacht. Auch zahlreiche elektronische Sicherheitskomponenten sind im Bus neu zum Einsatz gekommen und gehören heute zur Standardausrüstung. Sie verbessern unter anderem das Bremsverhalten oder unterstützen den Fahrer bei seinen Überwachungsaufgaben, so dass er seine volle Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen widmen kann. «Sicherheitsfaktor Nr. 1 trotz aller Technik ist und bleibt aber der Fahrer selbst», unterstreicht Tilman Wagenknecht, Geschäftsführer des LTO e.V.

Slalom, Schleudern, Ausweichen
Nicht nur modernste Technik sei ausschlaggebend, dass Omnibusfahrer eventuelle Gefahrensituationen souverän meistern, sondern die gezielten Sicherheitsprogramme, mit denen das professionelle und souveräne Verhalten intensiv trainiert wird. Ob Slalom, Ausweichmanöver oder Schleudern auf nasser Fahrbahn – Fahrer der LTO-Mitgliedsunternehmen werden auf dem Kindel regelmäßig mit solch typischen Gefahrensituationen konfrontiert und lernen, wie sie darauf umsichtig reagieren. Wichtiger Bestandteil der LTO-Schulungen ist auch der richtige Umgang mit den Fahrgästen in eventuellen Gefahrensituationen. Die Schulung wird durch die Verkehrsakademie Thüringen vorgenommen. Die Teilnehmer sind von den LTO-Fahrsicherheitstrainings stets begeistert. Wer Gefahrensituationen wirklich gegenüber gestanden hat, wie z.B. bei einer plötzlichen Vollbremsung, wird selbstbewusster und souveräner sein Fahrzeug lenken. Besonders schätzen die Fahrer auch die zahlreichen Tipps und das Hintergrundwissen, das ihnen hilft, stets besonnen und professionell zu reagieren.

Omnibus sicherstes Verkehrsmittel
Der Omnibus ist nach wie vor mit weitem Abstand das sicherste Verkehrsmittel vor Flugzeug, PKW, Bahn und auch Fahrrad. «Wir müssen – genauso wie der PKW-Fahrer – mit Unfällen leben», so Wolfgang Steinbrück, Vorsitzender des LTO. Fakt sei, dass 70000 Toten im PKW in den letzten 15 Jahren nur 250 Tote im Bus gegenüberstehen. Das Risiko, sich bei einer Fahrt zu verletzen, ist beim motorisierten Individualverkehr fast achtmal höher als beim Bus. Das Tötungsrisiko ist beim Bus 44 mal geringer als beim motorisierten Individualverkehr, 15 mal geringer als beim Flugzeug und viermal geringer als bei der Bahn. Die Beteiligung eines Omnibusses an allen Unfällen mit Personenschaden liegt bei nur 1,6 Prozent.

Rainer Beichler |

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