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16. Kommunaler Waldtag in Creuzburg

Gemeinsam mit dem Thüringer Gemeinde- und Städtebund, zahlreichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern waldbesitzender Kommunen in Thüringen sowie Försterinnen und Förstern wurde am Mittwoch in Creuzburg der 16. Kommunale Waldtag begangen. Gastgeber war die Firma Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG. Schwerpunkt bildete insbesondere der Bereich Holzmobilisierung als zukunftsweisender Weg der Zusammenarbeit von Forstverwaltung und Holzindustrie.

«Thüringen vertritt gemeinsam mit dem Gemeinde- und Städtebund eine bewährte Forstpolitik. Ihr wesentliches Merkmal ist das Bündelungs- und Solidarprinzip in Form des Gemeinschaftsforstamtes», betonte der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Prof. Dr. Christian C. Juckenack. Vor dem Hintergrund einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sowie anhaltend hoher Energiepreise werde insbesondere die Frage nach der optimalen Verwertung des Holzes deutlich. So stehe doch jeder Waldeigentümer, ob staatlich, kommunal oder privat, immer wieder vor der Frage, wie er die höchste Wertschöpfung in seinem Forstbetrieb erzielt.

Die gegenwärtig kontinuierlich steigenden Preise bei den Basis- und Edelmetallen sowie bei Erdöl und Erdgas haben auch neben den so genannten «soft commodities“, den Agrarrohstoffen, längst auch das Holz erfasst. «Dass dabei die Brennholzpreise mit den Sägeholzpreisen einmal konkurrieren werden, hätte noch vor wenigen Jahren niemand geglaubt», resümierte Juckenack. Dennoch liegt die letztendliche Entscheidung für eine stoffliche- oder Brennholzverwertung immer beim Waldeigentümer. Hier kann und darf der Staat nicht zugunsten einzelner Marktteilnehmer wirksam werden.

«Die Energieholzbranche ist eine ernsthafte Konkurrenz für die stoffliche Verwertung geworden», unterstrich Juckenack und führte fort: «Ein Festmeter lufttrockenes Laubholz ersetzt ca. 270 Liter Heizöl. Da kann sich jeder ausrechnen, wo der eigentliche Wert von Brennholz liegt».

Die Forstwirtschaft in Thüringen ist immer bestrebt, durch eine breit aufgestellte Wertschöpfungskette alle Verbraucherseiten zu bedienen ohne Engpässe zuzulassen. Im Optimalfall ist bei qualitativ geeigneten Sortimenten zunächst eine Verwertung als Sägeholz und anschließend (nachdem die gefertigten Produkte «ausgedient» haben) eine energetische Nutzung sinnvoll. Grundsätzlich ist es im Interesse Thüringens, die aufgebauten Kapazitäten der Sägeindustrie, der stofflichen Verwerter und der Energieholzproduzenten optimal zu bedienen.

In Thüringen gibt es heute 28 Forstämter und 300 Reviere. Allein im Jahr 2005 haben die etwa 180000 Thüringer Waldbesitzer ca. 2,5 Mio. Festmeter Holz geerntet und dabei rd. 90 Mio. Euro erwirtschaftet (Gesamtflächenanteil Wald in Thüringen: 550000 ha). Die Branchen Forst und Holz stellen rund 30000 Vollzeit-Arbeitsplätze.

«Stolz auf Holz – das gilt sicher nicht zuletzt für unseren Freistaat Thüringen», so Juckenack

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