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Bundesminister Bodewig hebt Verdienste des Kraftfahrzeug-Handwerks hervor

Anlässlich der 29. Bundestagung des Kfz-Gewerbes bezeichnete Bundesminister Kurt Bodewig am Montag in Bonn das Kraftfahrzeug-Handwerk als wichtiges Standbein unserer Wirtschaft. Für einen Verband, der mehr als 50000 Kfz-Betriebe mit rund 540000 Beschäftigten, 100000 Lehrlingen und einem Umsatz von über 285 Milliarden DM repräsentiere, sei es wichtig, dass trotz der Terrorakte in den USA Optimismus und Zukunftsglaube die Oberhand gewinnen. Die wirtschaftliche Entwicklung hänge nämlich auch entscheidend davon ab, wie öffentlich darüber diskutiert werde.
Im Hinblick auf die Politik der Bundesregierung betonte der Minister, dass es trotz der Geschehnisse des 11. September keinen Anlass gebe, die Grundsätze einer soliden Haushalts- und Finanzpolitik über Bord zu werfen. „Wir haben die steuer- und finanzpolitischen Weichen richtig gestellt. Und das wird auch das Kraftfahrzeug-Handwerk spüren, etwa durch eine verstärkte Binnennachfrage,“ betonte Bodewig. Die solide Haushalts- und Finanzpolitik mache sich aber auch im Verkehrsbereich positiv bemerkbar. Das Niveau der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sei nach Jahren der Stagnation unter der alten Bundesregierung nun auf neue Rekordhöhen gebracht worden.
Bodewig kündigte an, dass dieser Erfolgsweg mit dem Etat 2002 weiterbeschritten werde, und nannte als Beispiel den Straßenbauhaushalt. Dort seien 10,8 Milliarden Mark vorgesehen. Dies sichere die Mobilität von Morgen.
Der Minister unterstrich auch die Rolle des Autos in der mobilen Gesellschaft und bezeichnete die Automobilbranche als „wichtigen Innovationsmotor“. Bei der Entwicklung von Kraftfahrzeugen zeige sie immer wieder Kreativität und Einfallsreichtum: Autos seien immer leistungsstärker, aber auch umweltfreundlicher, sparsamer und sicherer geworden. Hier zahle sich aus, dass die deutsche Automobilindustrie in den letzten zehn Jahren die finanziellen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beinahe verdreifacht habe. Diese Investitionen garantierten nicht nur eine hohe Qualität, sondern seien auch Motor für eine gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Nach wie vor hänge in Deutschland jeder siebte Arbeitsplatz von der Produktion, dem Vertrieb und der Nutzung des Automobils ab.
Bodewig stellte klar, dass das Auto auch in Zukunft Verkehrsmittel Nr. 1 bleiben werde. Nach neuesten Prognosen werde der Pkw-Bestand in Deutschland von derzeit etwa 41 Millionen auf über 52 Millionen im Jahre 2020 ansteigen. Dies stelle die Verkehrspolitik vor eine große Aufgabe. „Es gilt, mehr Verkehr so zu gestalten, dass er weniger Probleme verursacht,“ erklärte der Minister. Das wachsende Verkehrsaufkommen müsse künftig umwelt- und sozialgerecht abgewickelt werden.
„Wenn wir auch nach 2015 noch mobil sein wollen, brauchen wir neue Ideen, neue Technologien und intelligente Konzepte“, betonte Kurt Bodewig. Das prognostizierte Verkehrswachstum mache die Verzahnung von Straße, Schiene, Wasserstraße und Luftraum zu einem integrierten Verkehrssystem erforderlich. Mit dem Verkehrsbericht 2000 habe die Bundesregierung ein Konzept vorgelegt, das ein Miteinander gleichwertiger Verkehrsträger sicherstelle und die spezifischen Stärken der einzelnen Verkehrsträger nutze.

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