Anzeige

Diesel Partikelfilter-Nachrüstung lohnt sich

Die Thüringer Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann hat über ihre Arbeit im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages entscheidende Impulse zum Beschluss der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung der Dieselruß-Filter für die Nachrüstung gegeben.
«Selten zuvor hat der Abschluss eines Gesetzes so direkte Auswirkungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen in Thüringen gehabt. Daher bin ich froh, dass bis auf einige zwischenzeitliche Turbulenzen der positive Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens gesichert ist. Die zeitliche Verzögerung, die einer ordnungsgemäßen Beratung geschuldet war, hat jedoch keine Auswirkung auf die Verbraucher, da wir die steuerliche Begünstigung des Einbaus von Dieselrußpartikelfiltern rückwirkend zum 1. Januar 2006 beschließen wollen», so Tillmann. Am Donnerstag besuchte sie das Unternehmen Emitec auf dem Industriegebiet Kindel bei Eisenach.

Emitec entwickelt Stahlträger-Katalysatoren, die aus hauchdünnen Stahlfolien höchster Qualität aufgebaut werden. Damit ist Emitec weltweit das einzige Unternehmen, das Katalysatoren für neue Motoren bereits «auf dem Reißbrett» optimieren kann. Die Stahlfolien lassen zudem eine schier unendliche Vielfalt von Lösungen zu, so auch Katalysatoren, durch die das Abgas nicht nur geradlinig hindurchströmt, sondern durch Strömungsleitschaufeln geführt und durch Löcher quer zur Fließrichtung ausweichen kann. Daraus entstand auf Basis der seit 40 Jahren üblichen laminaren Strömung der turbulente, besonders effektive und kostengünstige Katalysator sowie der wartungsfreie Dieselrußfilter PM-Metalit™. Mit diesen einzigartigen Entwicklungen steht Emitec an der Spitze der Katalysator-Technologie sowohl für Personenwagen- wie Nutzfahrzeug-Benzin- und Dieselmotoren.

Die steigende Nachfrage vonseiten der Automobilindustrie erfordert den Ausbau der Serienfertigung des Dieselrußfilters PM-Metalit™ und der zugehörigen Oxidationskatalysatoren für Nutzfahrzeuge u.a. von DAF, MAN, Mitsubishi-Fuso und Scania, informierte Geschäftsführer Wolfgang Maus. Emitec sei damit in der Lage, in Eisenach zu Beginn ca. 20 neue Arbeitsplätze einzurichten, nachdem bereits im Vorjahr hierfür 25 neue Stellen entstanden waren.

Im Zuge dieser Erweiterung sollen auch alle bisher im Werk vorhandenen Service-Aktivitäten wie die vollständige Logistik und die Herstellung der Stahlvlies-Verbundlagen für den Dieselruß-Filter in dem neuen Gebäude konzentriert werden.

Wie bereits im Vorjahr geplant, wird infolge dessen der Bau einer zweiten Produktionshalle mit Verbindungsgebäude zur vorhandenen Fertigungshalle notwendig.
Die neue Halle wird einschließlich Verbindungsgebäude eine Nutzfläche von ca. 6000 qm aufweisen und ab Februar 2007 errichtet werden. Für diese Fertigungserweiterung mit neuartigen Produktionsprozessen und -einrichtungen sind ca. 10 Mio. Euro Investitionsvolumen veranschlagt.
Die von den Thüringer Behörden wiederum sehr schnell erteilte Baugenehmigung liegt bereits vor. Im Herbst soll Richtfest sein und dann schnell die Produktion starten.

Die Errichtung des Emitec-Werkes Eisenach im Jahr 2000 diente nicht nur der Erweiterung der Produktionskapazität, sondern auch dem Aufbau eines modernen Test- und Prüfzentrums, mit dem die schnelle Umsetzung neuer Entwicklungen möglich wurde. Dieses Zentrum hat entscheidend dazu beigetragen, dass Emitecs Nullfehler Rekord aller weltweiten Metalit-Anwendungen auch bei allen Markteinführungen
innovativer Produkte und Neuanwendungen fortgeführt werden konnte. Eines dieser neuartigen 12 Produkte ist der PM-Metalit™ Partikelfilter.

Da sich nun immer mehr Nutzfahrzeughersteller für den Serieneinsatz des PM-Metalit™ entscheiden, rückt die Emitec-Vision in greifbare Nähe, auch rund 14000 Tonnen Dieselruß pro Jahr durch LKW-Nachrüstung nicht in die Atemluft gelangen zu lassen.
Bei den Dieselmotoren der Personenwagen ist Emitec nicht weniger erfolgreich, denn bei der PKW-Nachrüstung älterer Fahrzeuge mit dem PM-Metalit™ werden in den kommenden Jahren mindestens 3000 Tonnen Ruß in harmlose Substanzen umgewandelt.

In der jüngsten Pressekonferenz wurde deutlich, wie das Unternehmen auf die Märkte der Zukunft setzt. Schon jetzt werden Entwicklungen für die Jahre ab 2010 eingeleitet. Sicher sei, dass die Umweltwerte bei Abgasen noch strenger werden. Und da kommt den Erzeugnissen von Emitec eine wichtige Bedeutung zu.
Im Standort Kindel sind gegenwärtig 150 Mitarbeiter beschäftigt und die Zahl werde sich dann auf 170 erhöhen.
«Emitec ist ein Vorzeigeunternehmen in Thüringen. Hier gibt es hochmoderne Arbeitsplätze», so die Politikerin. Sie werde, bei allen Problemen bei den Bundesfinanzen, sich weiter für steuerliche Anreize bei Partikelfilternachrüstungen einsetzen. Da sehe sie noch einen großen Nachholebedarf, besonders bei den Nutzfahrzeugen.

Anzeige
Top