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Gesellenfreisprechung zum Lutherfest

88 junge Handwerker bekamen am Freitag zum Lutherfest ihre Gesellenzeugnisse. 103 Auszubildende hatten sich der Sommerprüfung der Kreishandwerkerschaft unterzogen.

Hotelier Udo Winkels, als Luther, entließ die einstigen Lehrlinge in den Berufsstand. Dabei nutzte er Worte Martin Luthers und gab ihnen Luthers Ratschläge mit auf ihren neuen Berufsweg.

Er war übrigens der Einzige, der in historischem Gewand erschien – hätte auch den Obermeistern gut zu Gesicht gestanden. Wollte man doch mit dieser Veranstaltung auf die alten Traditionen bauen.

Geehrt wurden für ihre guten Ergebnisse:

Jennifer Beygang – Friseurin – Salon Corinna Weiß/Thal
Susan Haupt – Friseurin – Salon Elke Kessler/Gerstungen
Eric Gießler – Tischler – Firma Andre Helbig/Eisenach
Eric Katzmann – Fahrzeuglackierer/Opel Eisenach

Insgesamt wurden die Zeugnisse übergeben an acht Gesellen des Bäckerhandwerks, neun Gesellen des Friseurhandwerks, acht Gesellen des Tischlerhandwerks und 63 Gesellen des Fahrzeuglackiererhandwerks.

Die Freisprechung hat ihren Ursprung im späten Mittelalter – der Zeit Martin Luthers, als die Lehrlinge der handwerklichen Zünfte ihre Lehrzeit noch im Haushalt des Handwerksmeisters verbrachten. Mit der Freisprechung schied der junge Handwerker aus dem Familienverband des Meisters aus und trat in ein sach- und lohnbezogenes Verhältnis zur Werkstatt. Er wurde in das Gesellenbuch der Zunft eingetragen, was oft mit einer Freisageformel und einem zu leistenden Eid vor sich ging.

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