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Opel-Belegschaft ist optimistisch

Rund 1000 Mitarbeiter folgten am Sonnabend der Einladung des Betriebsrates der Opel Eisenach GmbH zur Betriebsversammlung in die Werner-Aßmann-Halle.
In seinem Rechenschaftsbericht äußerte sich der Betriebsratsvorsitzende Harald Lieske optimistisch hinsichtlich der Zukunft des Eisenacher Werkes. Der Auftragseingang für den neuen Corsa überträfe bisher alle Erwartungen. Das sorge für eine stabile Beschäftigung in Eisenach. Lieske forderte die Geschäftsleitung auf, mindestens 100 der derzeit 270 im Werk beschäftigten Leiharbeiter unbefristet zu übernehmen.
Der Betriebsratsvorsitzende zeigte sich besorgt über den immer härteren Wettbewerb der Automobilhersteller. Der Kostendruck und der Druck zur Reduzierung der Fertigungszeiten seien enorm. Die Folgen: Fremdvergaben, Arbeitsverdichtung und erhöhter gesundheitlicher Verschleiß. «Hier ist es höchste Zeit, dass die Geschäftsleitung durch Einrichten alters- und leistungsgerechter Arbeitsplätze gegensteuere», so Lieske.
Er kritisierte die Praxis von General Motors, die eigenen Werke um Kundenaufträge konkurrieren zu lassen. Nur die kostengünstigsten Standorte würden ausgelastet. Für die anderen Werke bedeute dies in der Regel Personalabbau, im schlimmsten Fall die Schließung.
Armin Schild, Bezirksleiter der IG Metall, der an der Versammlung teilnahm, forderte die Opel Belegschaft auf, sich stärker in der Gewerkschaft zu organisieren. Nur eine solidarische, gut organisierte Belegschaft könne sich erfolgreich gegen das Gegeneinanderausspielen von General Motors wehren und tarifliche und soziale Leistungen sichern.

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