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Positive Stimmung in der kreisfreien Stadt Eisenach

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Die konjunkturelle Entwicklung in der Stadt Eisenach hat zu Jahresbeginn 2018 an Schwung gewonnen, informiert das Regionale Service-Center Eisenach über das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie-und Handelskammer (IHK) Erfurt. Der Klimaindex, der sowohl die aktuelle Situation der Unternehmen als auch die Erwartungen und Pläne berücksichtigt, liegt mit 130 von 200 möglichen Prozentpunkten deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 98 Prozent. Im Wartburgkreis beträgt der Klimaindex 134 Prozentpunkte und liegt damit 30 Prozentpunkte über dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre. Die regionale Wirtschaft bewegt sich auf der Sonnenseite der Konjunktur. Branchenübergreifend beurteilten 59 Prozent der Befragten in der kreisfreien Stadt Eisenach ihre derzeitige Geschäftslage mit „gut“ und 41 Prozent mit „befriedigend“. Ebenso erfreuliche Umfrageergebnisse gab es auch für den Wartburgkreis. Eine stabile Auftragslage aus dem In- und Ausland lasse die Produktion auf vollen Touren laufen und sorge für eine positive Ertragslage. 88 Prozent der Firmen arbeiteten mit Gewinn oder zumindest kostendeckend.

Während die Beurteilung der aktuellen Situation nach wie vor sehr positiv ausfällt, sind die Erwartungen und Pläne der Eisenacher Unternehmer für die nächsten Monate etwas verhaltener als noch im Herbst 2017. Jeder vierte befragte Unternehmer erwartet laut Konjunkturumfrage erneut eine günstigere Entwicklung. Doch jeder Fünfte blickt etwas skeptischer auf den weiteren Jahresverlauf. Das Investitionsklima hat sich branchenübergreifend etwas eingetrübt. So beabsichtigten 18 Prozent der Firmenchefs ihr Budget aufzustocken, 36 Prozent wollten ihre Ausgaben konstant halten und knapp jeder Zweite weniger oder gar nicht investieren. Bei der Frage nach den Beschäftigungsabsichten, gaben 64 Prozent der befragten Eisenacher Unternehmer an, den aktuellen Mitarbeiterbestand beizubehalten. 14 Prozent ziehen Neueinstellungen in Erwägung.

Wichtigste konjunkturelle Stütze bleibt die Industrie. Der Wartburgkreis und die Stadt Eisenach haben zusammen laut Thüringer Landesamt für Statistik 78 Industriebetriebe mit über 50 Beschäftigten. In diesen Unternehmen sind 18.412 Arbeitnehmer beschäftigt. Entsprechend dieser Angaben liegt innerhalb des Kammerbezirkes Erfurt jeder vierte Industriearbeitsplatz in der Wartburgregion. Der Umsatz bei den Industriebetrieben des Kreises konnte im letzten Jahr um 1,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Besonders gut entwickelte sich das Auslandsgeschäft. Der Export stieg um 6,6 Prozent auf 691 Millionen Euro.

Die kreisfreie Stadt Eisenach verzeichnete 2017 gegenüber einem Jahr zuvor beim Industrieumsatz einen Rückgang um 9,5 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. Der Wartburgkreis und die Stadt Eisenach belegen beim Industrieumsatz hinter den Landkreisen Gotha und Ilmenau den dritten und vierten Platz innerhalb Thüringens und bleiben damit zusammen die stärkste Industrieregion. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen hat ein hohes Auftragsniveau und erwartet für die nächsten Monate eine günstigere oder konstant gute Geschäftsentwicklung.

Die Stimmung im Einzelhandel hat sich leicht aufgehellt, bleibt aber angespannt. Die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft konnten sich teilweise erfüllen. Für den Konsum bleiben die Rahmenbedingungen günstig: geringe Arbeitslosigkeit, hohe Beschäftigung und gestiegene Einkommen. Dennoch steht der stationäre Einzelhandel vor großen Herausforderungen. Das Geld kann nur einmal ausgegeben werden und der Online-Handel ist stark und wächst. Insgesamt geht der überwiegende Teil der befragten Händler in den nächsten Wochen von einer unveränderten Geschäftslage aus. 9 Prozent rechnen mit eine Verbesserung und 14 Prozent mit eine Verschlechterung.

Trotz saisonal bedingter Einschränkungen bewegt sich das Baugewerbe weiterhin in der Erfolgsspur. Ein Drittel der Firmenchefs bewertet die gegenwärtige Situation mit gut, mehr als die Hälfte immer noch befriedigend. Meist sind die Kapazitäten ausgelastet. Die Auftragslage verspricht auch für die nächsten Monate einen positiven Geschäftsverlauf. Mit Blick auf das Frühjahr und besseren Witterungsbedingungen rechnen 14 Prozent der Bauunternehmer mit einem weiteren Anziehen der Geschäftstätigkeit, 79 Prozent haben konstant gute Erwartungen.

Fazit: Alles in allem steht die Konjunktur auf einem breiten Fundament, auf dem sich weiter aufbauen lässt. Die aktuelle Boom-Phase ist aber weder ein Selbst- noch ein Dauerläufer. Eine verlässliche und kalkulierbare Politik muss die entsprechenden Rahmenbedingungen bieten und den Firmen die notwendige Planungssicherheit geben. Nur so kann die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben. Die Wirtschaft braucht vor allem weniger Bürokratie, eine umfassende Steuerreform sowie mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur.

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