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Unschätzbare Perspektive für Aus- und Fortbildung

14 Obermeister der Kreishandwerkerschaft Eisenach, ihre Ehefrauen sowie Kreishandwerksmeister Klaus-Peter Senf informierten sich am Wochenende über den Stand der Aus- und Weiterbildung im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) ROHR-KLOSTER der Handwerkskammer Südthüringen. Sie besichtigten während eines mehrstündigen Rundgangs die Ausbildungsstätten, die über modernste Techniken in den unterschiedlichsten Ausbildungszweigen verfügen.

Mit 160 Mitarbeitern – Berufsausbildern, Lehrern, Sozialpädagogen, technischem und Verwaltungspersonal – gehört die Bildungseinrichtung des Handwerks mit zu den Bedeutendsten in der Region Südthüringen. Mit modernen Werkstätten und einem Theoriegebäude bietet das BTZ hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten. Mensa und zwei Internate gewährleisten eine rundum Versorgung und beste Unterbringung. Beim Rundgang mit BTZ-Leiter Gerd Wieber hob dieser hervor, dass das hochqualifizierte Personal eine Grundlage und Garant für den langjährigen Erfolg sei. Er informierte die Gäste über die vier Säulen der Aus- und Weiterbildung im BTZ ROHR-KLOSTER. Diese sind die überbetriebliche Lehrunterweisung (ÜLU), die Meisterausbildung und Fortbildung, der Technologietransfer sowie die berufliche Förderung im Handwerk (BFH).
In der überbetrieblichen Lehrunterweisung delegieren die Ausbildungsbetriebe ihre Lehrlinge aus über 50 Handwerken zu mehrwöchigen Lehrgängen pro Jahr ins BTZ. Hier erhalten sie die neuesten Erkenntnisse, die ihr spezielles Handwerk betreffen. Etwa 7000 Lehrlinge nehmen pro Jahr an der Lehrunterweisung teil.
In 23 Handwerksberufen werden pro Jahr rund 200 Meister geprüft und beurkundet. Etwa 500 Gesellen nehmen an Meistervorbereitungslehrgängen teil. An Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen beteiligen sich pro Jahr etwa 2500 Teilnehmer, überwiegend aus dem Handwerk, aber auch aus kaufmännischen und technischen Berufen.
Der Bereich berufliche Förderung im Handwerk umfasst Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, sozialpädagogisch orientierte Erstausbildung in über 20 Handwerksberufen, ausbildungsbegleitende Hilfen (abH), Weiterbildung und Nachqualifizierung.
Das BTZ ist der einzige Bildungsträger in Thüringen, der mit dem bundesweiten Modellversuch «Neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf» beauftragt wurde. Erfahrene Lehrausbilder, Lehrer und Sozialpädagogen versuchen mit viel Fingerspitzengefühl, lern- und sozial benachteiligten Jugendlichen eine berufliche Ausbildung, und damit eine Chance für die Zukunft zu ermöglichen.

Seit mehreren Jahren vollzieht sich in der Ausbildungsstätte des Handwerks eine Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren. Es kam zur Gründung von zwei Fachkompetenzzentren (FKZ), die die Obermeister ebenfalls besichtigen konnten. Das FKZ Gebäudeautomation/Energietechnik trägt dem wissenschaftlich – technischen Umbruch in der Haustechnik Rechnung. Der Innovationsstützpunkt ist anerkannte Schulungsstätte von Siemens, Elektroinstallationsbus (EIB) und der Local Operating Network (LON).
Das FKZ Metall- und Fertigungstechnik mit zehn Werkzeugmaschinen der modernsten CNC-Generation samt Software bietet die Voraussetzungen, unterschiedlichste Verfahrenstechniken zur Erzeugung höchster Oberflächenqualitäten zu realisieren. Das Ausbildungsangebot besteht in Grund- und Aufbaukursen für CAD, CNC und CAM.
In der schweißtechnischen Kursstätte steht darüber hinaus ein Laser-Schweiß-Schneid-Automat zur Verfügung.

Klaus Peter Senf appellierte zum Abschluss des Besuches an die Obermeister, bei ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nachzulassen. Er sagte: «Hier im Berufsbildungs- und Technologiezentrum ROHR-KLOSTER hat das Handwerk, davon konnten wir uns überzeugen, eine unschätzbare Zukunftsperspektive für eine moderne Aus- und Fortbildung des Handwerkernachwuchses geschaffen.» Regelmäßiger als bisher, vor allem auch zu Weiterbildungsveranstaltungen in Rohr, wolle man sich nun treffen.

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