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VDA: Mittelständische Unternehmen leisten unverzichtbaren Beitrag

Aus Anlass der ersten Jahrestagung am 9. Mai 2001 des im Verband der Automobilindustrie (VDA) gegründeten Mittelstandskreises nannte dessen Vorsitzender Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kirchhoff-Automotive-Gesellschaft, die nachhaltige Gestaltung profitablen Wachstums als die zentrale Herausforderung der automobilen mittelständischen Wirtschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Angesichts der sich in rasantem Tempo vollziehenden Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft seien die Faktoren des Erfolges in immer kürzeren Zeitabständen zu hinterfragen und der Wirklichkeit anzupassen. Vorurteile, Denkverbote und Tabus seien nicht angebracht. „Der Mittelstand braucht die offene, kontroverse und lebendige Diskussion mit seinen Partnern in der Automobilindustrie über die Herausforderungen und Perspektiven in der Zukunft“, so Kirchhoff. Dabei nehme die Automobilindustrie im Vergleich zu anderen Industrien aufgrund der hohen Zahl der Arbeitsplätze, der Steuerquote oder des Anteils am Bruttosozialprodukt eine besondere Stellung ein. „Alle Versuche einer Reglementierung, Bürokratisierung und Komplizierung, die letztendlich zur Verteuerung der Abläufe und zur Verschlechterung der Wettbewerbsposition des deutschen Mittelstandes führen, sind zu verurteilen.“ Kirchhoff zählt zu diesen Themen die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes, die Sozialversicherungssysteme, die Steuergesetzgebung, Gesetze zur Arbeitszeitregelung und zu Zeitarbeitsverträgen und die Kreditverteuerung.
VDA-Präsident Gottschalk unterstrich die Bedeutung des Mittelstandes speziell für die deutsche Automobilindustrie. „Mehr als 80 Prozent der VDA-Mitglieder der Automobilzulieferindustrie sind Mittelständler. Wir wollen uns um ihre Belange stärker kümmern, damit dieses vitale Element unserer Branche auch künftig eine kreative Rolle spielen kann.“ Bei der Definition des Mittelstandes zähle für den VDA nicht die Unternehmensgröße als Messgröße; unabhängig von Umsatz, Bilanzsumme oder Beschäftigtenzahl seien es vor allem die Attribute mittelständischen Denkens und Handelns, die die deutsche Automobilindustrie in den letzten Jahren wieder an die Spitze des internationalen Wettbewerbs gebracht habe: Risikobereitschaft, Innovationskraft und Flexibilität. An die politischen Institutionen richtete Gottschalk den Appell, Mittelstandspolitik als umfassenden Politikentwurf zu betreiben: „Weniger Staat, weniger Bürokratie und mehr Eigenverantwortung ist ein Politikentwurf, der im Mittelstand der Automobilindustrie großen Beifall findet“. Gottschalk bat die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Margareta Wolf, ihre Funktion als Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung zu nutzen, um die Interessen der mittelständischen Unternehmen auch im Interesse der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen und durchzusetzen. „Was Sie für den Mittelstand erreichen, erreichen Sie für die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten deutschen Wirtschaft“, so der VDA-Präsident.
Der Mittelstandskreis des VDA
Die Automobilindustrie ist eindeutig mittelständisch strukturiert und daher auch die überwiegende Zahl der rund 560 im VDA organisierten Unternehmen,. Der Mittelstandskreis des VDA wurde am 30. August 2000 gegründet, um Themen, die für mittelständische Unternehmen von hohem, zuweilen sogar von entscheidendem Interesse sind, noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Ziel ist es, die Interessen des automobilen Mittelstandes sowohl nach außen wie auch innerhalb der Wertschöpfungskette im Innenverhältnis noch effizienter zu vertreten. Kriterium für den Zugang zum Mittelstandskreis ist das Selbstverständnis, das vom mittelständischen Denken und Handeln geprägt ist.
Vorsitzender des Mittelstandskreises ist Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kirchhoff-Automotive-Gesellschaft in Attendorn, stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Konrad Auwärter, Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG in Pilsting. Weitere Mitglieder sind Gertrud Moll-Möhrstedt, Akkumulatorenfabrik Moll GmbH & Co. KG, Klaus Lantzsch, FER Fahrzeugelektrik GmbH, Wolfgang Maus, emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, Ulrich Ruetz, Beru AG, Karl H. Schmitt, Konvekta AG sowie Franz Josef Wolf von der Woco-Unternehmensgruppe. Dieses Gremium amtiert in dieser Zusammensetzung zunächst für zwei Jahre und koordiniert die Mittelstandsarbeit im VDA. Es befasst sich in erster Linie mit mittelstandspolitischen Themen, die für die automobile Wertschöpfung von Bedeutung sind.

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