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Verlegung der GM-Europazentrale nach Rüsselsheim begrüßt

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat die Ankündigung von General Motors, seine Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim zu verlegen, als «Zeichen für das Bemühen um einen Neuanfang» für seine deutsche Tochter Opel gewertet. «Ich interpretiere das so, dass man sich in Detroit des Werts und Potentials der Marke Opel bewusst geworden ist», sagte Machnig. Zu diesem Bewusstseinswandel habe ganz sicher auch der politische Druck der Opel-Belegschaft und der Standortländer beigetragen. Allerdings könne das nur der erste Schritt sein, bleibt der Wirtschaftsminister skeptisch, weitere müssten folgen: «Nach wie vor fehlt ein belastbares Konzept, wie Standorte und Beschäftigung bei Opel langfristig erhalten werden können.» Dieses müsse nun schnellstmöglich vorgelegt werden.

Kritisch bewertete der Minister auch die widersprüchlichen und ständig wechselnden Signale des GM-Konzerns in der Frage nach der Notwendigkeit von Staatshilfen. «Das Hü und Hott der vergangenen Tage hat nicht gerade vertrauensbildend gewirkt», sagte Machnig. Im Gegenteil sei dies eine Steilvorlage für alle diejenigen gewesen, die dem Unternehmen und seinen Beschäftigten grundsätzlich jede Unterstützung verweigern wollten. «Das hat die ohnehin vorhandene Unsicherheit weiter geschürt.»

Machnig machte dem gegenüber deutlich, dass die Thüringer Landesregierung grundsätzlich an der Möglichkeit staatlicher Unterstützung festhalte. Dazu müssten allerdings drei Bedingungen erfüllt sein: «Erstens: Erhalt von Standorten und Beschäftigung. Zweitens: europäische Steuermittel müssen tatsächlich in die Restrukturierung des Europageschäfts fließen. Drittens: Es muss gezielt in innovative Technologien und Verfahren investiert werden.» Gerade am Standort Eisenach müsse die Technologietiefe erhöht und neue Produkte und Entwicklungen angesiedelt werden.

Das Thema Opel steht auch auf der Tagesordnung der nächsten Kabinettsitzung am Dienstag. Dort wird Machnig erneut zur aktuellen Situation des Unternehmens berichten.

GM bezahlt weitere 200 Millionen Euro an Krediten für Opel zurück
Rüsselsheim. «General Motors hat weitere 200 Millionen Euro des Brückenkredites für Opel zurückbezahlt. Der noch ausstehende Betrag in Höhe von 400 Millionen Euro wird bis 30. November bezahlt werden,» sagte Enrico Digirolamo, GM Europe Vice President and Chief Financial Officer.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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