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Wanderung zu den Waldschäden

Das Forstamt Marksuhl hatte jüngst zu einer Waldbegehung eingeladen. Nach dem Orkan «Kyrill» gab es auch im Amtsbereich zwischen Mihla und Frauensee und von der hessischen Grenze bis Seebach zahlreiche Schäden. Das Amt bewirtschaftet staatliche, kommunale und auch private Wälder von rund 18500 Hektar. Es gibt 12 Reviere und 69 Mitarbeiter. Diese haben nun in den kommenden Tagen sehr viel zu tun, um die Sturmschäden schnellstens zu beseitigen.
Und man hat Zeitdruck. Bis Ende März muss der gröbste Schaden aus den Wäldern geholt sein und das Holz einer Verwertung zugeführt werden. Den Zeitpunkt bestimmt der Borkenkäfer, ein kaum zu beherrschender Baumschädling.
Und so konnten Forstamtsleiter Ansgar Pape und Försterin Antje Jarski den rund 80 Wanderern die Schäden und auch den Einsatz von Technik bei der Schadensbeseitigung zeigen. Am Rennsteig, rund zwei Kilometer von der Hohen Sonne entfernt hat es den Waldbestand stark dezimiert. Wanderfreunde: «Der Wald ist weg.» Dort ist der Wünschensuhler Unternehmer Roland Barth im Einsatz. Mit einem Harvester entastete er die Fichten und schnitt sie auf Maß. Sein Mitarbeiter war mit einem Forwarder unterwegs und holte die geschnittenen Stämme aus den Wald. Dabei waren sie natürlich bemüht die Rückewege einzuhalten, damit der Schaden gering gehalten wird. Rund 600000 Euro musste Barth in die Technik investieren. «Früher haben ich mit Pferden das Holz gerückt», so der Forstwirtschafter Barth.
Und die Maschinen übernehmen Arbeiten, die für die Menschen sehr gefährlich sind.
Schrittweise sollen nun Waldwege entlang des Rennsteiges beräumt werden, doch es wird noch eine lange Zeit dauern, bis die Schäden beseitigt sind.
Teilweise sollen die Bestände wieder aufgeforstet werden, jedoch weniger mit der Fichte. Trotzdem sind gegenwärtig Buchen bei den Holzverwertern gefragt, doch dazu habe man im Amt für den Einschlag kaum Zeit. Vertragsstrafen könnten drohen, doch hier setzt Pape auf die Solidarität von Forstämtern, die von Sturm nicht betroffen wurden und mit Lieferungen aushelfen können, damit die Verträge erfüllt werden.
Die Wanderer waren beeindruckt von den Schäden und den Leistungen der Mitarbeiter im Forstamt.

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