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Warnstreiks bei Mitec und Benteler

In dieser Woche gingen weitere Arbeitnehmer auf die Straße. 100 Mitarbeiter von Mitec versammelten sich am Tor an der Rennbahn um zu demonstrieren. Sie unterstrichen die Forderung nach den 6,5 Prozent mehr Lohn. Dr. Militzer, Geschäftsführer des Unternehmens, ließ es sich nicht nehmen selbst am Warnstreik teilzunehmen. Nach Angaben der IG-Metall brachte er seinen Freude zum Ausdruck, dass seine Mitarbeiter nicht gegen ihren Arbeitgeber protestieren, sondern gegen das schäbige Angebot des Arbeitgeberverbandes.
Die 1. Bevollmächtigte der IG-Metall Renate Hemsteg-von Fintel kritisierte vor allem die demonstrative Diskriminierung der Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern, indem sie die Übernahme des Tarifvertrages zur Verdienstsicherung älterer Arbeitnehmer strikt ablehnten. Dies ei der letzte Tarifvertrag – außer der Arbeitszeit – der den Osten tarifvertraglich noch vom Westen trenne.
Es war der erste Warnstreik für Mitec. Betriebsratsvorsitzende Barbara Sturm zeigte sich erfreut über die zahlreiche Teilnahme ihrer Kolleginnen und Kollegen. Sie beendete den Warnstreik mit den Worten: «Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Aber jetzt weiß ich, dass ich mich in Zukunft auf Euch verlassen kann und Ihr da seid, wenn man Euch braucht».

Heute früh hatte die IG Metall die Frühschicht bei Benteler zum 2. Warnstreik aufgerufen. 150 waren gekommen und legten für 1,5 Stunden die Arbeit nieder. Renate Hemsteg-von Fintel informierte als Mitglied der Verhandlungskommission über die Verhandlungen, die in Eisenach stattfanden. «An einen Durchbruch ist noch nicht zu denken». Lediglich zum gemeinsamen Entgeltrahmen-Tarifvertrag (ERA) habe sich etwas bewegt.

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