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Zündende Impulse trafen unternehmerischen Austausch

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22. Unternehmertag der Wartburgregion war ein gelungenes Comeback

Es war nach 2019 der erste Unternehmertag, den das Netzwerk Wirtschaftsförderung der Wartburgregion wieder in Präsenz organisieren konnte. Und es war eine gelungene 22. Auflage. Das wussten die 160 anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Wartburgregion zu bestätigen. Die gastgebende ruhlamat GmbH in Marksuhl hatte daran einen wesentlichen Anteil und war inspirierender Ort für den unternehmerischen Austausch.

Mit ihrem lebendigen Vortrag „Vergeude keine Krise!“ traf Keynote-Speaker und Bestseller-Autorin Anja Förster, genau den Nerv der Teilnehmer. Anja Förster ist leidenschaftliche Vordenkerin für die Arbeitswelt von morgen und hat mit der Initiative Rebels at Work eine Community mutiger Gestalter gegründet, die verkrustete Strukturen in Wirtschaft und Organisationen aufbrechen und die Themen Führung und Zusammenarbeit neu denken. Die Financial Times verglich sie einmal mit einem ‚Streichholz, das andere anzündet‘.

Ihre im besten Sinne zündenden Impulse sind ein Plädoyer und Aufforderung zugleich, Neues zu wagen, ungewöhnliche Wege in dieser sich rasant und radikal verändernden Welt zu gehen. Sie wirbt dafür, sich als Unternehmer für langfristigen Erfolg mehr Zeit zu nehmen, das eigene Unternehmen mit Blick in die Zukunft zu entwickeln und dabei auch bisherige Erfolgsstrategien immer wieder in Frage zu stellen. Mitarbeiter in diesen Prozess einzubeziehen, ist der Weg, um von der Kreativität und dem Know-how vieler in der Organisation zu profitieren. Fehlschläge zuzulassen, gehört selbstverständlich auch dazu. Große Erfindungen sind das Resultat von unzähligen verworfenen Ideen, zeigte Anja Förster an den Beispielen bekannter Erfinder-Unternehmer wie Edison, Fischer und Dyson auf.

Mit alten Organisationsstrukturen zu brechen, Geschäfte ganz neu zu denken und aufzustellen, dabei Mitarbeitern mehr Verantwortung zu übertragen und eben Unkonventionelles wagen zu müssen, war ein Erfolgsrezept, die Krise der letzten beiden Jahre und die heutigen Herausforderungen zu meistern. Davon berichteten Unternehmer der Wartburgregion aus ihren Betrieben. Andere wiederum zeigten, dass die Einbindung ihrer Mitarbeiter schon langfristig gelebte Unternehmenskultur ist. Das gab den Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren, als das Kerngeschäft drohte zu kippen oder wegfiel, die Möglichkeit, schnell und flexibel gegenzusteuern. 

Um derartige Erfahrungswerte aber auch um Bedarfe der Unternehmen nach regionaler Vernetzung ging es in den drei Fachforen zu den „Potentialen in der Region“, „Ausbildung und Fachkräftegewinnung“ sowie „Energie- und Ressourceneffizienz“. Landrat Reinhard Krebs zeigte sich „beeindruckt von der Vielfalt der vorgestellten Unternehmen und Ihrer mutigen Art, die Krise bestmöglich zu bestehen“. Der Wartburgkreis sei aktuell der wirtschaftsstärkste Landkreis in Thüringen. Das komme nicht von ungefähr. „Ihr unternehmerischer Wille, Ihre klugen und in die Zukunft orientierten Ideen zeigen mir, wie Sie Ihre Unternehmen immer wieder weiterentwickeln und damit unseren Wirtschaftsstandort deutlich stärken“, bedankte sich der Landrat bei den Unternehmern.

Der intensive Austausch der Teilnehmer im Anschluss war Beleg dafür, dass die Unternehmer nach der langen Zeit ohne Präsenzveranstaltungen das direkten Gespräch mit den Unternehmerkollegen gesucht haben und die Zeit und Gelegenheit beim Unternehmertag in der ruhlamat GmbH ausgiebig nutzten.

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